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31.10.2007
 

Regierungsstudie

Klimaschutzprogramm soll Milliarden einsparen

Klimaschutz rechnet sich. Zumindest nach Berechnungen des Umweltbundesamtes: Die geplanten Anti-CO2-Aktionen der Bundesregierung sollen 2020 satte fünf Milliarden Euro einsparen - trotz aller Investitionen und bei zugleich einem guten Drittel weniger Ausstoß.

Berlin - Das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung führt der Studie des Umweltbundesamtes zufolge langfristig zu Milliardeneinsparungen. Im Jahr 2020 ließen sich mit den vereinbarten Maßnahmen rund fünf Milliarden Euro sparen, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin bei der Vorstellung einer Studie des Umweltbundesamtes.

Isolierung eines Hauses: Einzelne Maßnahmen wie die Wärmedämmung rechnen sich auch ohne Zuschüsse
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Der Untersuchung zufolge führen die Maßnahmen zu Einsparungen bei Kohle, Öl und Gas von rund 36 Milliarden Euro. Dagegen entstünden für die Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien oder den Einsatz neuer Umwelt-Techniken nur Kosten von rund 31 Milliarden Euro - macht unterm Strich fünf Milliarden Euro Ersparnis.

Der Studie zufolge bringen einzelne Maßnahmen große Einsparungen, andere verursachen allerdings auch Mehrkosten. So werde bei den Vorhaben zu mehr Energieeffizienz Geld gespart - etwa die bessere Isolierung von Häusern. Hier werde so viel Energie gespart, dass die Investitionen wieder hereingeholt würden. Dagegen entstünden durch den vereinbarten Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung "moderate" Mehrkosten.

Ziel und Prognose: CO2-Einsparungen laut Plan der Bundesregierung
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Deutlichere Mehrkosten resultieren der Studie zufolge aus dem Ausbau der erneuerbaren Energien bei der Wärmegewinnung und der Gewinnung von Treibstoff. Die vorgelegten Daten sind die Zwischenergebnisse einer Studie, mit der die Kosten der bei der Koalitionsklausur in Meseberg im August beschlossenen Maßnahmen zum Klimaschutz analysiert werden sollen.

Neben einer Kosten-Nutzen-Analyse untersuchte das Umweltbundesamt auch, wie viel CO2 sich mit dem Klimaschutz-Paket der Bundesregierung einsparen lässt. Die gut 30 in Meseberg beschlossenen Einzelmaßnahmen würden den Ausstoß bis 2020 demnach um etwa 36,6 Prozent verringern.

Kosten und Nutzen: Manche Maßnahmen zur CO2-Vermeidung rechnen sich, andere nicht
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Durch Förderprogramme solle die Lücke zum Einsparziel von 40 Prozent im Vergleich zum Ausgangsjahr 1990 geschlossen werden, sagte Gabriel. "Das deutsche Klimaschutzziel von Minus 40 Prozent bis 2020 ist erreichbar", erklärte der Minister. "Allein das Paket von Meseberg bringt uns schon ganz nah an unsere Ziele für 2020." Die deutsche Wirtschaft hält hingegen ein CO2-Einsparziel von nur rund 30 Prozent für realistisch und finanzierbar.

Der Ausbau erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung könne bis 2020 den Ausstoß von bis zu 50 Millionen Tonnen CO2 vermeiden, heißt es in der Studie des Umweltbundesamts. Die Erweiterung der Kraft-Wärme-Kopplung bringe 14 Millionen Tonnen Ersparnis. Der "schlafende Riese" beim Klimaschutz sei die Energieeffizienz in Gebäuden. Hier könnten bis zu 35 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, sagte Gabriel.

"Wir werden noch vor der internationalen Klimakonferenz in Bali Anfang Dezember die Umsetzung der zentralen Eckpunkte von Meseberg im Kabinett beschließen", sagte Gabriel. Damit gebe die deutsche Regierung ein wichtiges Signal für die internationalen Verhandlungen. "Klimaschutz lohnt sich", betonte der Umweltminister.

hda/AFP/dpa

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