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Arktisches Eis Rekordschmelze alarmiert Forscher

2. Teil: Noch schlechtere Werte als im Rekordjahr 2005

Auch wenn das nur ein theoretisches Szenario ist, muss man sich vor Augen führen, dass Grönland über genug Eis verfügt, um den Meeresspiegel im Extremfall um fast sieben Meter ansteigen zu lassen. Dazu kämen potentiell extreme Folgen für den Golfstrom und das Klima in Europa.

Aktuelle Nasa-Satellitendaten zeigen, dass in diesem Jahr in Grönland 15 Prozent mehr Eis geschmolzen ist als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Wissenschaftler der University of Colorado sind besonders besorgt, weil die diesjährige Eisschmelze nicht dem zu erwartenden Muster folgte: Forscher Konrad Steffen verweist darauf, dass die Schmelze in den vergangenen 30 Jahren eine Zickzack-Kurve gebildet habe. Auf besonders miese Jahre für das Eis - 2005 war zum Beispiel eines - seien immer wieder fette Jahre gefolgt. Doch für dieses Jahr wäre nach den Langzeit-Statistiken eigentlich gar kein besonders starkes Abschmelzen zu erwarten gewesen. Stattdessen fielen die Werte noch um zehn Prozent höher aus als im Rekordjahr 2005.

"Grönland hat über das vergangene Jahr doppelt so viel Eis verloren wie es in den Alpen gibt", sagt Konrad Steffen.

Mit Material von AP und Reuters

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