München - Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat laut "Süddeutscher Zeitung" einen sensationellen Fund gemacht: In einer Münchner Lagerhalle fanden die Kunstfahnder des LKA einen Maya- und Aztekenkunstschatz im Wert von mehr als 100 Millionen Dollar, schreibt die Zeitung.
Über 1100 vermisste Museumsstücke aus mehreren Staaten hätten die Fahnder sichergestellt. Die Skulpturen, Masken und Schmuckstücke stammten aus der Zeit der Mayas und Azteken.
Oberstaatsanwalt Anton Winkler bestätigte den Fund auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp. Die Kunstgegenstände seien vorerst beschlagnahmt worden, sagte er. Zum möglichen Wert wollte er sich nicht äußern.
Winkler sagte, der Schatz sei vor kurzem von Spanien nach München gebracht worden. Das bayerische LKA habe ihn im Auftrag von Interpol aufgespürt. Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass der spanische Staat Eigentumsansprüche darauf erhebt. Noch sei aber kein Rechtshilfeersuchen aus Madrid eingetroffen, die Sammlung bleibe vorerst unter Verschluss.
Die "SZ" schreibt, etliche lateinamerikanische Staaten hätten bereits Rechtsansprüche angemeldet. Auch ein 66-jähriger Kunstsammler aus Costa Rica behaupte, er sei der rechtmäßige Besitzer der Schätze.
ssu/AFP/AP/dpa/ddp
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Natur | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH