Santiago - Nach dem Ausbruch eines Vulkans in Chile haben die Behörden mehrere hundert Bewohner entlegener Dörfer evakuiert. Der Vulkan Chaiten spuckte Feuer und Asche in die Luft und löste über 60 kleinere Erdstöße aus. In den Dörfern rund um den schneebedeckten Berg ging Ascheregen nieder.
Auch die Sonne wurde zeitweise völlig verdunkelt. "Die Sicht war zeitweise gleich Null, es war wie mitten in der Nacht", wurde Arturo Carvallo, Bürgermeister der chilenischen Ortschaft Futaleufú, zitiert.
Die Behörden ließen am Freitag Frischwasser und über 10.000 Atemschutzmasken verteilen, wie das Innenministerium mitteilte. Die Region wurde zum Notstandsgebiet erklärt. Seismologen, Polizisten, Militärangehörige und Ärzte machten sich auf den Weg in das dünn besiedelte Gebiet rund 1200 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago.
Die Behörden hatten zunächst mitgeteilt, der Vulkan Michimahuida sei ausgebrochen. Später jedoch korrigierten sie ihre Angaben.
amz/dpa/AP
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