Peking - Den seltenen Tieren im Forschungs- und Aufzuchtzentrum von Chengdu sei nichts passiert, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag unter Berufung auf die örtlichen Behörden. 60 Große Pandas leben in der Station.
Der Erdstoß der Stärke 7,8 hatte am Montag in Südwestchina zahlreiche Kleinstädte nördlich von Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, zerstört. Am schwersten betroffen waren die Bezirke Wenchuan und Beichuan. Anfangs war von mehreren tausend Toten die Rede. Mittlerweile fürchten Behörden, dass sogar 20.000 Menschen umgekommen sein könnten.
Der Erdstoß war bis in die 1500 Kilometer entfernte Hauptstadt Peking und in der Metropole Shanghai zu spüren, wo Gebäude ins Wanken gerieten und Tausende Menschen in Panik auf die Straße liefen. Selbst in Taiwan, Thailand und Vietnam spürten die Menschen noch Erschütterungen.
Unklar blieb bislang das Schicksal der Pandas im Reservat Wolong unweit von Wenchuan, dem Epizentrum des Bebens. Dort leben etwa 280 Exemplare. Ziel der Aufzuchtzentren ist es, das Aussterben der Pandas zu verhindern. Es gibt vermutlich nur noch 1600 von ihnen in freier Natur und weitere 180 in Tierparks in aller Welt.
China versucht seit Jahren mit großem Aufwand, das Überleben der Bären zu sichern. Weil die Tiere als ausgesprochen sexfaul gelten, haben Forscher sogar spezielles Liebestraining entwickelt, damit es mit dem Nachwuchs klappt.
hda/AP
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH