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17.06.2008
 

Gentechnik

Koreanische Firma klont Krebs-Schnüffel-Hunde

Marine ist etwas Besonderes: Die Retriever-Hündin kann Krebstumore erschnüffeln. Wegen ihrer Fähigkeit wurde sie nun vier mal kopiert. Ihre Klone Marine-L, Marine-N, Marine-R und Marine-S sind jeder über 300.000 Euro wert.

Aus eins mach vier: Ein südkoreanisches Biotechnikunternehmen hat nach eigenen Angaben vier Hunde geklont, die einmal Krebserkrankungen im menschlichen Körper erschnüffeln sollen.

Hundeklone: Marine-L, Marine-N, Marine-R und Marine-S sollen Krebs erschnüffeln
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REUTERS

Hundeklone: Marine-L, Marine-N, Marine-R und Marine-S sollen Krebs erschnüffeln

Die vier Retriever seien aus dem Erbmaterial einer sechseinhalb Jahre alten Hündin mit dem Namen Marine erzeugt worden, die dank ihres Geruchssinns Krebstumore aufspüren könne, teilte der Chef der Firma RNL Bio, Ra Jeong Chan, am Montag vor Reportern in Seoul mit. Marine selbst könne nicht mehr trächtig werden. "Die vier schwarzen Retriever wurden am 28. Mai geboren", sagte Ra der Zeitung "The Korea Times". Auftraggeber für die Klonhunde sei die japanische Stammzellenfirma Seems gewesen.

Die vier Welpen mit den Namen Marine-R, Marine-N, Marine-L und Marine-S sollen nach drei Monaten zur Ausbildung zum Krebsspürhund nach Japan geschickt werden. Jeder Klonhund habe einen Marktwert von etwa 311.700 Euro. Wie es Hunden möglich ist, Krebs zu erschnüffeln, wird derzeit in vielen Ländern noch untersucht. Erstmals hatte das Medizinjournal "The Lancet" 1989 über einen Vierbeiner berichtet, der ständig intensiv am Hautkrebs seiner Besitzerin schnupperte.

Mit dem Klonen von Hunden hat man in Südkorea Erfahrung: Erst kürzlich hatte der südkoreanische Zoll einen sehr erfolgreichen Drogenspürhund sieben Mal klonen lassen. Aus Südkorea stammt auch die weltweit erste Kopie eines lebenden Hundes. Der geklonte Windhund Snuppy wurde im August 2005 vor der Öffentlichkeit präsentiert.

lub/dpa

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