1. Die Senkung des CO2-Ausstoßes genügt nicht
Die Klimaerwärmung ist kein flüchtiges, vorübergehendes oder kurzlebiges Phänomen. Diese Feststellung ist deshalb von Belang, weil der oft bewusste oder auch nicht intendierte Eindruck geweckt wird, dass man das Klima innerhalb kurzer Fristen in die eine oder andere Richtung verändern könnte.
Die Verminderung der Emission bedeutet zunächst nur eine Verminderung des Konzentrationsanstiegs. Tatsächlich wäre derzeit eine Verminderung des Anstiegs der Emissionen schon ein Erfolg. Die langfristige Vermeidung der globalen Erwärmung erfordert aber eine sehr weitgehende Reduktion der Treibhausgasemissionen, das heißt eine Verminderung der menschlichen Emissionen auf fast Null.
Die Zeit, in der dann eine erhöhte CO2-Konzentration annäherungsweise zum ursprünglichen - hier: vorindustriellen - Gleichgewichtswert zurückkehrt, beträgt zwischen einigen Jahrzehnten bis hin zu wenigen Jahrhunderten. Warum sind diese Zeiten von Belang? Sie verweisen einerseits auf die ungeheuren Anstrengungen, die weltweit notwendig sind, um die Klimaerwärmung effektiv abzubremsen, andererseits sind diese Zahlen Ausgangspunkt für die weiteren Thesen über den gesellschaftlich notwendigen Umgang mit den Folgen der Klimaerwärmung.
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