Das Tifernine-Dünenfeld in Algerien bietet aus dem All einen atemberaubenden Anblick. Das sandige Meer bedeckt einen großen Teil der Sahara in Ostalgerien - einer staubtrockenen Gegend, die einst jedoch ganz anders aussah, wie dieses Foto von Astronauten der Internationalen Raumstation (ISS) zeigt.
Drei Arten von Landschaften sind auf dem Foto zu sehen, das am 12. August aufgenommen wurde - und alle erzählen von der bewegten Geschichte der Region. Geologisch am ältesten sind die dunkelbraunen Felsen des Tinrhert-Plateaus (rechts), wo einst zahlreiche Flüsse tiefe Kanäle ins Gestein geschnitten haben. Geologen vermuten, dass dafür Schmelzwasser aus Gletschern während kalter Klimaperioden verantwortlich ist.
Als das Klima heiß und trocken wurde und seinen bis heute andauernden Zustand erreichte, setzte der Wind das Werk des Wassers fort: Er blies große Mengen trockenen Sediments davon und formte sogenannte Lineardünen, die in etwa parallel zu den vorherrschenden Winden verlaufen.
Das Sahara-Klima ist zwar seit Jahrtausenden heiß und trocken, doch die Windrichtungen sind variabler geworden. Manche der alten, geraden Dünen wurden zu Sterndünen, die von oben wie Seesterne aussehen. Die dritte Landform neben dem Fels und den Dünen sind weißgraue Flecken: Hier handelt es sich um Salzgesteine, die entstanden sind, als Tümpel und kleine Seen zwischen den Dünen verdunstet sind.
mbe
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