Feuerrot und pechschwarz angemalte Menschen, mit archaischen Waffen auf die fremden Späher im Himmel zielend - so zeigten die Bilder der brasilianischen Indianerschutzbehörde Funai den im Mai entdeckten Indianerstamm im Urwald Brasiliens, nahe der Grenze zu Peru. In einer geraden Linie, zwischen turmhohen Bäumen aufgestellt, reihen sich die astbedeckten Hütten, in der Nähe liegen bepflanzte Felder.
Etwas mehr als 60 unentdeckte Stämme gibt es nach Erkenntnissen der Gesellschaft für bedrohte Völker in Brasiliens Urwäldern. Weltweit gehen die Kollegen von Survival International von rund 100 Gruppen dieser Art aus. Der größte Teil dieser Stämme hat sich freiwillig für die Isolation entschieden, wegen Streitigkeiten mit anderen Stämmen und vor allem aufgrund der als bedrohlich empfundenen Auswirkungen der Zivilisation.
Die Brasilianer wollen dem im Mai entdeckten Stamm solche unerfreulichen Begegnungen mit der Zivilisation ersparen. Niemand soll erfahren, wo genau er seine Heimat hat. Allerdings gab es im Sommer auch Streit darüber, ob der Stamm wirklich neu oder nicht vielmehr wieder entdeckt worden war.
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