Washington - Die Schweinegrippe ist nach Einschätzung der US-Behörde für Seuchenbekämpfung (CDC) weniger gefährlich als die Spanische Grippe von 1918. "Wir sehen keine Anzeichen für eine Virulenz, die das Virus im Jahr 1918 hatte", sagte CDC-Direktorin Nancy Cox bei einer Telefonkonferenz. CDC-Vizedirektorin Anne Schuchat betonte, es werde weitere Ansteckungsfälle geben, allerdings sei der Verlauf bei der Mehrheit der Erkrankungen bisher mild.
"Es ist wirklich wichtig, dass wir abwägen und mit Gegenmaßnahmen nicht mehr Schaden anrichten, als das Virus selbst", sagte Schuchat. Genetische Analysen hätten ergeben, dass sich das Virus bisher nicht verändert habe, sagte die Forscherin.
Es gebe allerdings noch vieles, was die Wissenschaft über die Virulenz des Virus von 1918/19 herausfinden müsse, erklärte Grippeforscherin Cox. Die Spanische Grippe war einer der tödlichsten Seuchen in der Geschichte der Menschheit. Experten schätzen, dass 40 bis 50 Millionen Menschen an der Krankheit starben.
Das neue Virus scheine nicht die gefährliche Kraft früherer Erreger zu haben, bestätigte auch Cox' Kollege Steve Waterman, unter dessen Leitung ein internationales Expertenteam Mexiko im Kampf gegen die Schweinegrippe zur Seite steht. Eine voreilige Entwarnung dürfe es jedoch nicht geben, zunächst müsse abgewartet werden, ob sich die Lage in Mexiko nun stabilisiere. Inzwischen wurden 17 Todesfälle bestätigt, 16 davon allein in Mexiko.
Der einzige Todesfall außerhalb Mexikos betrifft einen 23 Monate alten mexikanischen Jungen, der mit seinen Eltern nach Texas gereist war und dort verstarb. Die Zahl der bestätigten Infektionen weltweit stieg auf über 650, davon rund zwei Drittel in Mexiko. In den USA wurden bislang mehr als 150 Krankheitsfälle registriert. Infektionen wurden auch aus Kanada, Neuseeland, China, Südkorea, Israel und Europa gemeldet. In Deutschland sind bisher nachweislich sechs Menschen mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert.
Die Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Schweinegrippe könnte nach Ansicht von Experten sechs oder sieben Monate dauern. Es brauche alleine mindestens einen Monat, um den "Keim" für den Impfstoff zu entwickeln, betonte die Direktorin der Pan-Amerikanischen Gesundheitsorganisation, Mirta Roses-Periago in Washington. Die Forscher sprechen von einem sogenannten Impfstamm.
Erst danach beginne die Entwicklung und Überprüfung eines möglichen Impfstoffs, sagte die höchste Gesundheitsbeamtin für die Staatengemeinschaft des gesamten amerikanischen Kontinents. Schließlich müsse dann noch die Produktion und die Verteilung anlaufen. Vor Dezember dieses Jahres sei das kaum realistisch.
Mehrere Pharmafirmen stehen derzeit in den Startlöchern, um einen Impfstoff gegen die neue Grippe zu produzieren. Doch es gibt noch zahlreiche weitere offene Fragen. So werden sich die Pharmafirmen wohl schon bald entscheiden müssen, ob sie für die Produktion eines speziellen H1N1-Impfstoffs ihre normale Grippeimpfstoff-Herstellung für den kommenden Winter stoppen wollen. Kurzfristige Vorteile würden dann im schlechtesten Fall mit langfristigen Nachteilen erkauft - wenn in der neuen Grippesaison nicht mehr genügend Dosen des saisonalen Impfstoffs zur Verfügung stehen.
US-Präsident Barack Obama warnte am Samstag vor der wachsenden Gefährlichkeit der Schweinegrippe. Das Schweinegrippe-Virus habe "das Potential für eine Pandemie", sagte Obama in seiner wöchentlichen Rundfunk- und Videoansprache. Es könne auch durchaus sein, dass sich das Virus noch weiter verändere und verstärkt tödlich wirke.
chs/AFP/AP/dpa
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ich schau immer 'mal hier rein. Einerseits belustigt es mich (rkinfo) oder es wird mir zu viel (Elke Ospert). Generelles Schmunzeln oder Kopfnicken enstehen bei Ihnen und krasso. Also nix für Ungut, ich beobachte alles. ;-) mehr...
Gute Geschäfte dank Schweinegrippe Eigentlich sah es für die Pharmakonzerne nicht gut aus: Steigende Konkurrenz durch Generika-Verschreibungen drückten auf Umsätze und Gewinne. Doch die Schweinegrippe sorgt für [...] mehr...
...und zwar gleich neben den Verkehrstoten. Die sind nur eine Erfindung der Verkehrsschilderlobby im Verband mit den Ampelherstellern. mehr...
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a) Schon unsere Vorfahren hatte ähnliche Zahlen. Und Epidemien gabs schon immer zu verzeichnen. b) Die Grippesaison in Euro ist der kalendarische Winter und nicht der November oder Sommer (Mallorca 2009). Nur grippale [...] mehr...
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