Washington - Noch nie hat das Weiße Haus derart deutlich zum Klimawandel Stellung bezogen. In einer neuen, knapp 200 Seiten starken Regierungsstudie heißt es, dass die Folgen der Erderwärmung bereits konkret zu spüren seien - auch in den USA.
"Unterm Strich steht fest: Der Klimawandel beeinflusst bereits Dinge, die uns wichtig sind", sagte John Holdren, Chef des Büros für Wissenschaftspolitik im Weißen Haus, am Dienstag bei der Vorstellung des Berichts. Darauf deuteten Trends bei extremen Wetterphänomenen, Dürren und Waldbränden hin, heißt es in der Studie. "Wir beginnen, in jeder Region die Auswirkungen des Klimawandels zu fühlen", sagte Holdren. Werde umgehend gehandelt, könnten die schlimmsten Folgen allerdings noch abgewendet werden.
Sollte dagegen nichts gegen die drohende Klimakatastrophe unternommen werden, droht dem Bericht zufolge eine Reihe dramatischer Entwicklungen. Hitzewellen würden häufiger und intensiver werden. Heftigere Regenfälle führten zu mehr Überschwemmungen, steigende Meerestemperaturen bedrohten Korallenriffe und die damit verbundenen Ökosysteme. Waldbrände nähmen in den USA bereits jetzt zu und kämen bei steigender Erderwärmung noch öfter vor. Zugleich seien weite Landesteile im Südwesten des Landes von verstärkten Trockenperioden bedroht.
"Dies ist nichts Theoretisches, das in 50 Jahren passieren wird. Die Dinge geschehen jetzt", sagte Anthony Janetos von der University of Maryland, einer der Autoren des Berichts. Holdren warnte davor, dass durch steigende Meeresspiegel die Inselgruppe der Florida Keys und die Everglades im Süden Floridas untergehen könnten. "Es gibt einige kritische Schwellen, die bereits überschritten sind, und der Anstieg des Meeresspiegels ist ein gutes Beispiel", ergänzte Thomas Karl, Direktor des Nationalen Zentrums für Klimadaten.
Der Bericht enthält keine neuen Forschungsergebnisse, sondern stützt sich auf Veröffentlichungen in zahlreichen Fachzeitschriften und Studien, die er zu einem Gesamtbild zusammenfasst. Auch beinhaltet die Studie, an der Wissenschaftler von rund einem Dutzend staatlicher Forschungseinrichtungen, großen Unis und unabhängigen Instituten mitgearbeitet haben, keine konkreten politischen Gegenmaßnahmen. "Eine der wichtigen Botschaften lautet, dass der Klimawandel nicht nur bereits stattfindet, sondern dass er hier bei uns zu Hause stattfindet", sagte Jerry Melillo, einer der Hauptautoren der Studie.
Mit dem alarmierenden Bericht vollzieht US-Präsident Barack Obama eine scharfe Abkehr von der Politik seines Vorgängers George W. Bush. Der US-Kongress berät derzeit ein umfangreiches Gesetzespaket über ein System zum Emissionshandel, das es in den USA bislang nicht gibt. Danach soll der Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um 17 Prozent unter das Niveau von 2005 gedrückt werden und dann um 80 Prozent bis zum Jahr 2050. In Europa hingegen ist bis 2020 eine Reduzierung um 20 Prozent unter das Niveau von 1990 angepeilt.
mbe/dpa/AP/AFP
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Wie war es hier werden wird wissen wir nicht. Die Temperaturverteilung auf dem Globus ist nicht gleichmässig. Das Klima ist nie in Balance. Abgesehen davon dass keine Zivilisation ewig besteht, gibt es keinen Grund solches [...] mehr...
Sie Irren sich Herr Michaelis. Es ist nicht so das es dann halt in BRD im Sommer 10 Grad wärmer wird, das Klima ist nicht mehr in der Balance und kleine Impulse bedeuten hohen Ausschläge nach oben und unten auf der [...] mehr...
Aber eben noch kein Klimawandel. Hinzu kommt dass wir letzlich nur eine sehr kleine Vergleichsbasis haben. Die systematische und globale Erfassung von Stürmen erfolgt er seit wenigen Jahrzehnten. Auch Aufzeichnungen über Dürren [...] mehr...
Die wirksamste Methode gegen CO2-Emissionen wäre, einen stinkenden Geruchsstoff beizumischen. Dann würden die Menschen ganz freiwillig und ziemlich rabiat dagegen demonstrieren und agieren;-) Das Klima ist die Summe der [...] mehr...
Nein, das ist Kernstück einer moralistsichen Weltanschauung. Interaktion von Lebewesen mit der Umwelt ist keine moralsiche Frage. Moralische Fragen erheben sich im Umgang des Menschen mit dem Menschen. Das hat aber nichts [...] mehr...
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