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21.07.2009
 

Folge des Klimawandels

Erderwärmung lässt Fische in Europa schrumpfen

Der Klimawandel lässt Fische, Plankton und Bakterien schrumpfen, glauben Forscher. Sie haben Bestände in europäischen Salz- und Süßgewässern analysiert und sind sich sicher: Die geringere Körpergröße ist ein Resultat steigender Temperaturen. Die Folgen treffen auch den Menschen.

Hamburg - Europas Fische werden immer kleiner, einzelne Arten hätten in den vergangenen Jahrzehnten die Hälfte ihres Körpergewichtes verloren, berichten Martin Daufresne vom französischen Institut für Agrar- und Umweltwissenschaften in Lyon und Ulrich Sommer vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Gefangene Heringe: Europas Fische werden immer kleiner
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AP

Gefangene Heringe: Europas Fische werden immer kleiner

Zugleich seien die Fischbestände in Nord- und Ostsee sowie in Flüssen in Europa um durchschnittlich 60 Prozent zurückgegangen. Die Forscher glauben aber, dass Überfischung allein das Phänomen nicht erklären kann: "Wir beobachten ein allgemeines Schrumpfen aller Organismen" sagt Studienautor Martin Daufresne - und zwar in allen möglichen Lebensräumen.

Mögliche andere Gründe für das Schrumpfen seien bedacht worden, aber angesichts der Verschiedenheit der Lebensbedingungen kämen nur die steigenden Temperaturen in Betracht. Zudem seien auch Bakterien und Plankton in Salz- wie auch Süßwasser kleiner geworden. Die Forscher hatten Fische und Kleinstlebewesen in Flüssen in Frankreich, sowie in Nord- und Ostsee untersucht.

Die Folgen der Entdeckung sind weitreichend. "Die Größe ist ein wesentlicher Faktor mit Blick auf eine Reihe von biologischen Funktionen wie die Fruchtbarkeit, die Fähigkeit, sich fortzupflanzen", sagte Daufresne. So legten kleinere Fische weniger Eier, Raubfische verlören damit einen Teil ihrer Nahrungsbasis - die Folgen seien ein Domino-Effekt, der sich durch die gesamte Nahrungskette bis zum Menschen fortsetze. Kleinere Fischspezies machten inzwischen einen größeren Anteil an den Fischbeständen aus als früher, heißt es in der Studie. "Auch wenn unsere Studie andere Faktoren nicht ausschließt, liefert sie starke Beweise dafür, dass die Temperatur tatsächlich eine Hauptrolle bei den Veränderungen der Größenstruktur von Populationen und Gemeinschaften spielt", so Daufresne.

Erst kürzlich hatten britische Forscher auch das Schrumpfen schottischer Schafe mit der Klimaerwärmung in Verbindung gebracht. Auch sie wurden in den vergangenen Jahren deutlich kleiner. Damit scheine erwiesen, dass die Erderwärmung "bedeutende Auswirkungen auf Organismen insgesamt" habe, sagte Daufresne. Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Fische durch die steigenden Wassertemperaturen die Wanderungsbewegungen verändern, weil die Tiere auf der Suche nach Laichplätzen in kälteren Gegenden sind.

lub/AFP

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Die neuesten Beiträge:
03.09.2009 von Jochen Binikowski:

Ich frage mich seit Jahren, warum es in den betreffenden Ländern keine Gesetze gibt, wonach auf abgebrannten Waldflächen grundsätzlich nur wieder Wald angepflanzt werden darf, also nix Bauland, Äcker, Golfplätze usw. Das würde [...] mehr...

03.09.2009 von Ein Belgier:

Ich gebe es auf Ihnen etwas erklären zu wollen. Bitte schicken Sie Ihre Erkenntnisse an folgende Adresse: Anschrift des Autors: Prof. Dr. D. Hebert, TU Bergakademie Freiberg, 09596 Freiberg; e-mail: hebert@tu-freiberg.de [...] mehr...

03.09.2009 von AndyH:

Die wissen es auch besser. Sie verwechseln diese mit Klimatologen. mehr...

03.09.2009 von reuanmuc:

falsch!! Diese Formel gilt nur unter *Standardbedingungen*, also bei 25°C, nur deshalb ist die Temperatur nicht drin. ---Zitat--- Wie gesagt, Sie beherrschen die physikalischen Grundlagen nicht... ---Zitatende--- bei Wiki [...] mehr...

03.09.2009 von Gebetsmühle:

das ist ziemlicher unsinn, wie ein einziger blick auf folgende seite zeigt: http://www.astronomie.de/sonnensystem/venus/atmv.htm dort steht: aber sie wissen es sicher besser, als alle astronomieprofessoren der welt [...] mehr...

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