Von Jens Lubbadeh

Mammut-Modell: "Wir sollten lieber noch lebende Tiere vor dem Aussterben bewahren, statt ausgestorbene wieder zum Leben zu erwecken"
Doch sollten wir es auch?
Hildebrandt hat da eine klare Meinung: "Wir lehnen das Projekt ab. Die enormen Ressourcen sollten wir darauf verwenden, noch lebende Tiere vor dem Aussterben zu bewahren und nicht ausgestorbene wieder zum Leben zu erwecken."
Schuster sieht keine ethischen Probleme, denkt aber schon einen Schritt weiter: "Falls wir jemals diese Technologie zur Verfügung haben werden, ein Erbgut in ein anderes umzuschreiben, dann wird unsere Gesellschaft mit anderen Problemen konfrontiert sein als mit dem Klonen von Mammuts." Die Auswirkungen wären seiner Ansicht nach dramatisch: "Dann könnte der Mensch sein eigenes Genom völlig dekonstruieren." Und beispielsweise in einen Neandertaler umschreiben oder Mischwesen erzeugen. "Ich hoffe, wir sind dann als Gesellschaft ethisch so weit entwickelt, dass wir mit dieser Technik verantwortungsvoll umgehen können."
Harvard-Genetiker Chuch sieht mehrere Gründe für das Mammut-Projekt: "Erstens ökologische - um das Pleistozän wiederzubeleben. Zweitens, um Zoos zu stärken und die Bevölkerung über die Problematik des Aussterbens aufzuklären. Und drittens, um die Technik weiter zu verbessern - damit wir noch andere Projekte durchführen können."
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Natur | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH