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Encyclopedia of Life Lexikon des Lebens hat bereits 170.000 Einträge

Knapp ein Zehntel der 1,8 Millionen bekannten Tier- und Pflanzenarten haben die Macher des Internetartenlexikons "Encyclopedia of Life" bisher gesammelt. In den nächsten acht Jahren wollen sie den Rest schaffen. Doch auch dann werden sie nicht fertig sein: Die meisten Arten sind noch gar nicht entdeckt.

Die Aufgabe ist gewaltig: Die Macher des Internetlexikons "Encyclopedia of Life" ( EOL) wollen in ihrer Datenbank alle bekannten Tier- und Pflanzenarten des Planeten erfassen. Veranschlagter Zeitrahmen für das Mammut-Projekt: zehn Jahre.

1,8 Millionen Arten kennt man derzeit auf der Erde - nun verkünden die EOL-Betreiber stolz den 170.000 Eintrag. Knapp ein Zehntel. Damit hinkt die Enzyklopädie ihrem selbst gesetzten Zeitplan zwar noch hinterher, doch die Zuwachsrate wird schneller. "Wir nehmen langsam Fahrt auf", sagt James Edwards, geschäftsführender Direktor der EOL.

Tatsächlich verzeichnete die EOL noch vor einem Jahr gerade mal rund 30.000 Einträge. Gestartet was das ambitionierte Projekt im Jahr 2007 mit einem Finanzvolumen von 100 Millionen US-Dollar. Der Ansturm war zu Beginn so groß, dass die Server kapitulierten.

10 bis 100 Millionen Arten gibt es schätzungsweise auf Erden

Bei der Encyclopedia of Life kann jeder mitmachen, die Inhalte werden von Wissenschaftlern überprüft. Sechs renommierte Einrichtungen stehen hinter dem EOL-Projekt: das Chicagoer Field Museum, die Harvard University, das Marine Biological Laboratory, der Missouri Botanical Garden, die Smithsonian Institution und die Biodiversity Heritage Library, zu dem unter anderem das Londoner Natural History Museum und New Yorks Botanischer Garten gehören. Die Macher kooperieren mit zahlreichen bereits existierenden wissenschaftlichen Datenbanken wie beispielsweise der Fischdatenbank Fishbase, der Ameisendatenbank AntWeb oder dem World Register of Marine Species. Zudem gibt es Kooperationsverträge zur Nutzung von Inhalten der Fotocommunity Flickr und dem Online-Lexikon Wikipedia.

Doch selbst wenn die EOL doch noch im angepeilten Zeitrahmen von zehn Jahren die 1,8 Millionen Arten schaffen sollte - ist die Arbeit dann nicht zu Ende. Denn selbst diese Zahl stellt nur einen Bruchteil der tatsächlichen Artenvielfalt dar, deren genau Ausmaße niemand genau kennt. Schätzungen reichen von 10 bis 100 Millionen Tier- und Pflanzenarten, die es auf Erden gibt. Zudem ist das Vorhaben ein Wettlauf gegen die Zeit, denn jedes Jahr kommen 20.000 neu entdeckte Arten hinzu. Allerdings sterben jedes Jahr zugleich etwa 26.000 Arten auch wieder aus.

Und es gibt auch Konkurrenz-Projekte: So verzeichnet der Wikipedia-Ableger " Wikispecies" nach eigenen Angaben derzeit bereits 194.000 Arten. Allerdings war er vor bereits fünf Jahren gestartet.

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