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Erderwärmung Einfach-Modell soll kurzfristige Klimaprognose verbessern

Geoforschung: Was das Klima antreibt
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REUTERS

2. Teil: Heftiger Streit und eine Klima-Wette

Sowohl Mojib Latif vom IFM-Geomar in Kiel als auch sein Hamburger Kollege Jochem Marotzke haben jedoch erhebliche Einwände gegen das Modell und die gemachten Annahmen. "Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass sich die Sonnenstrahlung und die anderen Zyklen so wie bisher entwickeln", sagt Latif zu SPIEGEL ONLINE. Das stehe jedoch "ein wenig auf tönernen Füßen". Marotzke kritisiert, dass Lean und Rind annehmen, dass El Niño die einzige Ursache für die interne Klimavariabilität der Erde sei. "Das ist unzulässig."

Die Modelle für kurzfristige Temperaturprognosen stecken noch in den Kinderschuhen, räumt Marotzke ein. "Wir sind erst dabei, die Verfahren zu entwickeln, mit denen wir die gerade stattfindende natürliche Klimaschwankung für die Klimamodelle erfassen können."

Wie emotional die Debatte über das Klima der nächsten Dekade aber unter Klimaforschern geführt wird, zeigt die Klima-Wette, die Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und weitere Kollegen im Mai 2008 angeboten haben. Ein Team um Latif hatte im Fachblatt "Nature" ein Pausieren der Erderwärmung vorhergesagt - zumindest für die kommenden zehn Jahre. Rahmstorf kritisierte die Methode und setzte 5000 Euro darauf, dass sich die Durchschnittstemperatur auf der Erde in den nächsten zehn Jahren weiter erhöht.

Leidet die Glaubwürdigkeit der Klimaforscher?

Latifs These von der pausierenden Erderwärmung steht auch im Widerspruch zu einer "Science"-Studie aus dem Jahr 2007. Ab 2009 drohten Hitzerekorde in Serie, erklärten Doug Smith vom Hadley Centre in Exeter und seine Kollegen damals. Mindestens die Hälfte der Jahre zwischen 2009 und 2014 werde im Durchschnitt heißer sein als das Rekordjahr 1998.

Die Unsicherheit bei kurzfristigen Prognosen könnte auch der Glaubwürdigkeit der Klimaforscher schaden - zumindest in der nicht immer seriös geführten, öffentlichen Debatte um den Klimawandel. Können Politiker den IPCC-Daten bis 2100 wirklich trauen und weitreichende und teure Klimaschutzmaßnahmen beschließen, wie im Dezember in Kopenhagen geplant? Wo doch die Wissenschaftler noch nicht einmal genau wissen, ob das nächste Jahrzehnt nun besonders heiß wird oder nicht?

Für Mojib Latif beruht eine solche Argumentation auf einem Missverständnis. Der langfristige Klimatrend sei von kurzfristigen Schwankungen überlagert. Dies sehe man auch im Temperaturverlauf der vergangenen hundert Jahre. Die Berechnung des langfristigen Trends gelinge mit Klimamodellen sehr gut, eine Prognose für den Zeitraum weniger Jahre sei viel schwieriger.

"Ich weiß hundertprozentig, dass der kommende Winter kälter wird als der letzte Sommer", erklärt Latif. "Aber ich kann das Wetter in zwei Wochen nicht vorhersagen." Die Prognose für den Winter sei möglich, weil sich ein externer Parameter, der Stand der Sonne, ändere. Ähnlich sei die Situation bei den Klimasimulationen bis zum Ende des Jahrhunderts: Langfristig werde sich der menschliche Einfluss durchsetzen, die Temperaturen würden ansteigen. "Der externe Parameter ist die Treibhausgaskonzentration."

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insgesamt 3491 Beiträge
AndyH 20.08.2009
Kohle ist in Unmengen vorhanden. Alleine die deutschen Braunkohlereviere haben so viel Energiegehalt wie Iraks Ölfelder zusammen. Steinkohle gibt es in Osteuropa, Asien, Australien und Amerika en mass, oft als Tagebau. Öl ist [...]
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Neue Ideen sind gefragt. Jetzt wollen Forscher sogar aus Hühnerfedern Energie gewinnen. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
Kohle ist in Unmengen vorhanden. Alleine die deutschen Braunkohlereviere haben so viel Energiegehalt wie Iraks Ölfelder zusammen. Steinkohle gibt es in Osteuropa, Asien, Australien und Amerika en mass, oft als Tagebau. Öl ist nicht verschwunden. Als Öl gegen 150$ hochspekuliert wurde, fand man in kurzen Abständen neue Lagerstätte. Inzwischen nicht mehr weil wieder spottbillig, also nicht lohnt zu suchen. Die Lager sind randvoll, die Tankschiffe dümpeln als Lager auf hohe See. Gas gibt es mehr als Öl, selbst Norwegen fand neue gigantische gasvorkommen. Russland und Mittelasien hat bald 3 Pipelines nach Westeuropa und Katar kaufte sich eine Flotte Flüssiggastanker zusammen. Methan gibt es als Methanhydrate in unglaublichen Mengen an allen Küsten. Ausreichend für Jahrhunderte. Japan und USA basteln schon am industriellen Gewinnung. Uran und Thorium gibt es ebensfalls für Jahrhunderte. Bislang verbrennt man die Reste des kalten Krieges, was die Preise drückt und sogar gut laufende Minen zur Schliessung zwingt. Strompreis ist nahezu unabhängig vom Uranpreis, deshalb sind Kernkraftwerke langfristig preisstabilisierend. Neue Reaktortypen wie EPR und THTR sowie die Versuche mittels Transmutation zeigen, dass auch in 100-300 Jahren noch genug Energie erzeugt werden kann. Dagegen Biomist wie Hühnerfeder in Energieträger zu verarbeiten ist ziemlich aussichtslos. Einerseits ist es aufwändig und teuer, andereseits mikrige Mengen. Die Bioenergie Thema ist auch sehr leise geworden, nach den Hungeraufständen 2008 und auch die Zwangsbeimischungsunfug hat sich auch relativiert. Alle "alternativen" Energien werden Subventioniert, sind damit wirtschaftsschädlich und nur als ideologische Feigenblattt tauglich.
bluaMauritius 20.08.2009
Seit über 250 Jahren gibt es den Hydraulischen Widder der Gebr. Montgolfiers. Seit 1920 gibt es das UK patent specification für Gaetano Sallusto's Kurzdruck-Wasserkraftwerk mit Kolbenzylindermaschine, daraus ist später auch [...]
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise...
Seit über 250 Jahren gibt es den Hydraulischen Widder der Gebr. Montgolfiers. Seit 1920 gibt es das UK patent specification für Gaetano Sallusto's Kurzdruck-Wasserkraftwerk mit Kolbenzylindermaschine, daraus ist später auch Gravitations-Resonator entstanden. Es geht darum, dahs eine Kraft (z.B. hydrostatische Kraft) auch wenn nur kurzzeitig präsent, wegen ihres Vektors und ihrer Gröhsse (zB. bedingt durch Steigleitungshöhe und mit Druck beaufschlagte Fläche) dennoch - wie auch andere kurzzeitig wirkenden Kräfte auf anderen Gebieten - eine Bewegung einer berührten Masse bewirkt, wenn diese nachgeben kann (z.B. zum Antrieb eines der Kraft entsprechenden Schwungrades über Kolben, Kolbenstange, Pleuel und Kurbel), -oder ob dies unmöglich sei, weil so ein Kolben (s.o.) nicht 1 cm weit komme. Meinung eines Schamanen, der sofort auf die Linie der Kraftwirkungsleugner eingeschwenkt war (bei SPIEGEL, der neuerdings auch festlegt, was zu erforschen sei und was nicht?? und der eine sachliche] Antwort an alida80 nicht mehr freigab, den Strang einfach abschloss). Man staune: Zitat alida80: --> " Ich bewundere die Geduld, welche viele hier bisher an den Tag gelegt haben. Sie sehen, wozu es geführt hat? Ich hatte einen solchen "Erfinder" in meiner Familie. Interessanterweise hat mich das bewogen, Physik zu studieren. Ein bisschen ist hängen geblieben, denn schon seit meinem Studium sammele ich diese Art von Erfindungen, mache saubere technische Zeichnungen und lesbare Beschreibungen daraus. Irgendwann werde ich auch mal ein Buch darüber schreiben; .... Sie können hier nicht argumentieren, das haben sie alle inzwischen sicher gemerkt. Was sie hier sehen, ist so eine Art Fundamentalismus, der genau einen Lehrsatz kennt: "Wer das Gleiche sagt wie ich ist ein Experte, jeder andere hat mich nicht verstanden (weswegen die Beschreibung der Erfindung ad nauseam wiederholt wird), ist dumm und/oder von meinen Gegnern bezahlt". Mit dieser Art Fundamentalismus kann man nicht diskutieren. Einer von Ihnen hat es mit paradoxer Intervention versucht. Das soll manchmal bei Fundamentalisten klappen, aber hier beißen sie auf Granit. In der Tat finden sich bei diesen Erfindern immer wieder die gleichen Denkfehler: Kraft wird mit Arbeit verwechselt, es existiert ein allenfalls schwurbeliger Energiebegriff, Maßeinheiten und Begriffsdefinitionen werden durcheinander geworfen. Kurz gesagt: die physikalischen Begrifflichkeiten werden nicht verstanden. Einige Beispiele haben sie hier schon gesehen (...) " Zitat Ende. <-- So ein Verhalten wie hier von alida80 ist bezeichnend für die Psychiatriker, die gerne andere Existenzen zerstören: Sie können es nicht verknusen, dahs ein Erfinder ((und ich bin es gar nicht, sondern hier ging es um G. Sallusto, 1920, MIT BRITISCHEM PATENT)) Recht haben könnte. Da verhindern sie lieber die Forschung, leugnen Fakten, verdrehen selbst Mahseinheiten, wie es ihnen passt. So wurde ja von einigen dort gemeint, 1 bar sei ein Druck von 1 Gramm pro Quadratzentimeter. Es sind aber 1000 g/cm² = 1 (technische) at . Und hielten aufrecht, eine Kraft könne nur wirken, wenn sie ein beträchtliches Stück (mehr als 1 cm) - viel wasserverbrauchend - mit der anzutreibenden Masse (hier Kolben) mitfahre. Angegebene Gegenbeispiele, zB aus der Felsenverwitterung, und durch Versuchsanordnungen, wurden einfach nicht beachtet. ---hdito ~*~
Roller 20.08.2009
Unser großes Problem ist das 50 Hz Hochspannungsnetz. Elektrizität ist nicht für große Energietransporte geeignet. Dafür ist das hier zigmal besser geeignet:http://www.subbrit.org.uk/sb-sites/sites/h/hydraulic_power_in_london/ [...]
Zitat von sysop.. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
Unser großes Problem ist das 50 Hz Hochspannungsnetz. Elektrizität ist nicht für große Energietransporte geeignet. Dafür ist das hier zigmal besser geeignet:http://www.subbrit.org.uk/sb-sites/sites/h/hydraulic_power_in_london/ Das hat früher in London funktioniert und würde auch heute noch sehr gut in Deutschland funktionieren, zumal der dafür erforderliche Druck kostenlos vorhanden ist. Fuer grosse Leistungen ist es nach wie vor viel! besser, die Energie mit Rohrleitungen als mit elektrischen Kabeln zu uebetragen. Das kommt daher,weil bei einer Rohrleitung das Verhaeltnis von Reibungsflaeche zur uebertragenen Leistung immer kleiner wird mit steigendem Rohrdurchmesser. Bei einem Elektrokabel bleibt dieses Verhaeltnis fast bei jedem Kabeldurchmesser konstant. Es ist daher viel besser kleine Leistungen elektrisch zu uebertragen und grosse Leistungen hydraulisch. Nehmen wir einmal an, wir haetten zwei gleichlange Kabel, eines mit dem halben Durchmesser des anderen und schalten diese in Reihe . Legen wir jetzt eine spannung an, stellt sich ein Spannungsteiler von 1:4 ein, da das duennere Kabel den vierfachen Widerstand hat. Es entstehen in diesem Falle ca. 20% Verluste. Uebertragen wir diesen Fall auf eine Rohrleitung, dann stellt sich jedoch ein Druckteiler von 1:40 ein, da ein Rohr mit doppeltem Durchmesser vierzigmal besser leitet. Es entstehen dann nur noch ca 2,5% Verluste. Das zeigt, dass bei groesseren Durchmessern ein Rohrleitungsnetz mindestens 10 mal stabiler als ein Kabelnetz ist. Bei kleineren Durchmessern ist jedoch das Kabel dem Rohr schnell um ein vielfaches ueberlegen. Der Leitwert des Rohres aendert sich mit d^5,33 und der Leitwert des Kabels aendert sich mit d^2/4 . Hieraus kann man ersehen, dass bei d=<1 das Elektrokabel einen wesentlich wesentlich besseren Leitwert als das Rohr hat. Bei d=>1 ist das Rohr jedoch dem Elektrokabel sehr schnell um ein Vielfaches ueberlegen. Wuerde man jetzt bundes -oder europaweit statt des Hochspannungsnetzes ein Hochdruckwassernetz aufbauen, haette man folgende Vorteile.: -ein fast betriebskostenloser Betrieb, ohne CO2 Erzeugung, da der Betriebsdruck in hochgelegenen Staudaemmen kostenlos zur Verfuegung steht. -Vervielfachung des bisherigen Ertrages aus Wasserkraft durch den Hoehengewinn des Drucknetzes. -hydraulische Windräder können Windenergie mit hohem Wirkungsgrad, mit minimalem Aufwand an jeder Stelle in das Drucknetz einspeisen und damit Windenergie grundlastfähig machen. - Da die Energie nicht mehr mit 50 Hz Takt in das Netz eingespeist werden muss, kann der Ertrag aus Windkraft mit hydraulischen Windraedern durch Auslassung des elektrischen Weges mehr als verdoppelt werden. - Hochspannungsleitungen reichen nur bis max. ca. 500km, Rohrleitungen haben jedoch kein Leistungs- und kein Enfernungslimit. - die Verluste im Rohrnetz gehen gegen Null im Vergleich zum Elektrokabel. -keine Verschandelung der Landschaft mit Hochspannungsmasten -dezentrale Energieversorgung zerstört die Monopolstellung der EVU. -das Trinkwasserproblem wird nebenbei gelöst. Obwohl hier durchweg alle die technische Diskussion ablehnen, ("Da wär schon längst jemand drauf gekommen", "Wie oft soll man es denn noch widerlegen?" ) hoffe ich doch endlich mal konkret auf technisch- physikalischer Ebene widerlegt zu werden. Gruß Roller
medienquadrat 20.08.2009
kommt mir vor, wie der lungenkranke Kettenraucher, der auf Mentholzigaretten umsteigt und als Krönung seines wiedererweckten Gesundheitswahns auch noch eine Zigarettenspitze benutzt!
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Neue Ideen sind gefragt. Jetzt wollen Forscher sogar aus Hühnerfedern Energie gewinnen. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
kommt mir vor, wie der lungenkranke Kettenraucher, der auf Mentholzigaretten umsteigt und als Krönung seines wiedererweckten Gesundheitswahns auch noch eine Zigarettenspitze benutzt!
Edgar 20.08.2009
Zehn Prozent dessen, was als EE-Subvention zum Fenster hinaus geworfen wird, in die Fusionsforschung stecken, und in der nächsten Generation steht Energie in unbegrenzten Mengen zur Verfügung.
Zehn Prozent dessen, was als EE-Subvention zum Fenster hinaus geworfen wird, in die Fusionsforschung stecken, und in der nächsten Generation steht Energie in unbegrenzten Mengen zur Verfügung.
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