Bangkok - Die weltweite Wirtschaftskrise drückt den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid in diesem Jahr um drei Prozent. Das sei der größte Rückgang seit 40 Jahren, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA) in einer Studie, die am Dienstag in Bangkok in Auszügen veröffentlicht wurde. Dort verhandeln bis Freitag 1500 Beamte über das Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll, was im Dezember auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen verabschiedet werden soll.
Der krisenbedingte Rückgang mache es einfacher, ehrgeizige Klimaschutzziele zu erreichen, sagte IEA-Exekutivdirektor Nobuo Tanaka. Hilfsorganisationen bezeichneten die jüngsten Unwetterkatastrophen als Mahnung an Regierungen, einen neuen Weltklimavertrag zu unterzeichnen, der die globale Erwärmung in Grenzen hält.
Der Wirtschaftseinbruch könne dazu beitragen, die Erwärmung wie von den Klimaexperten verlangt unter zwei Grad Celsius zu halten, rechnete die IEA aus. Bedingung dafür sei jedoch, dass auch massiv in umweltfreundliche Energiequellen investiert werde. Das aber werde kosten: Zwischen 2010 und 2030 seien rund zehn Billionen Dollar an Investitionen nötig, sagte Tanaka. Die reichen Länder müssten den Entwicklungsländern bei der Finanzierung helfen, forderte er.
Die Finanzierung des Klimaschutzes ist einer der Knackpunkte
Die Krise sorge dafür, dass der CO2-Ausstoß im Jahr 2020 fünf Prozent niedriger liege als bislang erwartet. Hauptgrund seien aufgeschobene Investitionen, die zusätzliche Emissionen verursacht hätten.
Die Finanzierung des Klimaschutzes und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist einer der Knackpunkte bei den Verhandlungen im Vorfeld des neuen Weltklimavertrags. Die Entwicklungsländer drohen, den Vertrag zu blockieren, wenn von den reichen Ländern keine verlässlichen Finanzzusagen vorliegen. Ein Durchbruch wird erst in Kopenhagen erwartet.
Die Hilfsorganisation World Vision verwies in Bangkok auf die jüngsten Wetterkatastrophen auf den Philippinen, in Vietnam, Kambodscha und Laos durch Taifune und jüngst in Indien. Hunderte von Menschen kamen ums Leben, Hunderttausende wurden obdachlos. "Die vergangene Woche hat gezeigt, wie gefährdet die arme Bevölkerung ist, die die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommt", meinte Richard Rumsey. Es gebe immer mehr verheerende Unwetter, meinte Madeleen Helmer, Vertreterin der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. "Die Zahl der Wetterkatastrophen ist von 1990 bis 2000 von 200 im Jahr auf 350 im Jahr gestiegen", meinte sie.
lub/dpa
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Dass eine starke globaleWirtschaftskrise mit heftig sinkenden Produktionszahlen auch den CO2-Ausstoß weltweit stärker reduzieren würde, als jedes Kyoto- oder sonstiges Protokoll, das liegt auf der Hand, denn - trotz aller [...] mehr...
Danke fuer Ihre "demuetigen" Erkenntnisse aus der kurzlebigen Spassfraktion. Jedenfalls scheinen Sie mental sich bestens in der 10% Welt-Elite eingerichtet zu haben, die ungeniert meint, ein Vorrecht auf ein Vielfaches [...] mehr...
Wenn jeder, der Angst vorm Klimawandel hat, mal hinters Haus gucken würde, ob man da nicht ein paar Bäume pflanzen kann, würde das im Effekt wahrscheinlich den ganzen Emissionshandel locker überholen. Und wenns Obst- oder [...] mehr...
Endlich eine ensthafte Auseinandersetzung mit dem CO2-Hype! Zur Erinnerung: Unsere Atmosphäre enthält nur 0,039% CO2, alles was wir hier zur sogenannten Reduzierung tun wollen, ist im Endergebnis gar nicht meßbar. Der [...] mehr...
Kann man im SPON nachlesen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,614208,00.html Besonders drollig: Wenn die Welt sich nicht an ihre Modelle hält, sind die Wissenschaftler verblüfft. mehr...
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