London - Die Juroren leisteten Schwerstarbeit. 43.135 Einsendungen aus 94 Ländern mussten sie für den "Veolia Environment Wildlife Photographer of the Year"-Preis in diesem Jahr durchsehen. Nun stehen die Gewinner des prestigeträchtigen britischen Wettbewerbs fest, der zum 45. Mal stattfand. Veranstalter sind das Londoner Natural History Museum und das BBC Wildlife Magazine.
Nicht nur aus Großbritannien und den USA, von wo es traditionell viele Beiträge gebe, sondern auch aus China und Russland habe man Einsendungen erhalten, erklärten die Organisatoren. Gegenüber dem Vorjahr sei die Gesamtzahl um ein Drittel gestiegen. Zum Vergleich: Im ersten Jahr hatten sich gerade einmal 600 Fotografen für den Wettbewerb gemeldet. Dabei ist Wildtierfotografie eine ausnehmend langwierige Angelegenheit - außer wenn man, wie die Forscher des British Antarctic Survey, die Tiere die Fotos gleich selbst schießen lässt.
Als Preisträger wurde schließlich Jose Luis Rodriguez geehrt, der sein Bild akribisch vorbereitet hatte. Sogar eine Skizze des Fotos habe er in einem mehrjährigen Vorbereitungsprozess angefertigt, sagte Rodriguez. Ihm sei es vor allem darum gegangen, einen jagenden Wolf zu zeigen - ohne einen Tropfen vergossenen Blutes. Mit einer selbstgebauten, infrarotgesteuerten Auslösevorrichtung gelang ihm schließlich das ersehnte Foto.
Eine Ausstellung im Natural History Museum präsentiert 95 der besten Bilder des Wettbewerbs. SPIEGEL ONLINE zeigt eine Auswahl in der Fotostrecke oben.
chs
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