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28.10.2009
 

Klimagipfel

Warum Kopenhagen nicht der große Wurf wird

Von Christoph Seidler

Klimaverschmutzer Chemiefabrik: "Darauf konzentrieren, was realistisch umsetzbar ist"Zur Großansicht
REUTERS

Klimaverschmutzer Chemiefabrik: "Darauf konzentrieren, was realistisch umsetzbar ist"

Von Euphorie ist wenig zu spüren rund 40 Tage vor dem Klimagipfel in Kopenhagen. Stattdessen bemühen sich die Beteiligten, die Erwartungen herunterzuschrauben. SPIEGEL ONLINE analysiert, warum das Treffen wohl nicht den erhofften Erfolg bringen wird.

Die Welt hat viel Bombast-Rhetorik gehört in den vergangenen Wochen und Monaten. "Das wichtigste internationale Treffen seit dem Zweiten Weltkrieg", hat zum Beispiel der Klimaökonom Nicholas Stern den bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen genannt. Der Brite hatte vor drei Jahren eine Aufstellung der Kosten des weltweiten Klimawandels vorgelegt. Er warnt nun, die Menschheit laufe Gefahr, ihren "Planeten zu verspielen". Der britische Premier Gordon Brown wählte ähnlich dramatische Worte. "In jeder Ära gibt es nur ein oder zwei Momente, in denen Nationen zusammenkommen und Vereinbarungen treffen, die Geschichte schreiben, weil sie den Gang der Dinge verändern." Kopenhagen müsse solch ein Moment werden.

Doch viele Beteiligte weisen schon darauf hin, dass das Treffen vom 7. bis 18. Dezember wohl nicht der erhoffte große Wurf werden wird. Der Chef des Uno-Klimasekretariats Yvo de Boer warnt, angesichts der knappen Zeit glaube er nicht, dass es den Staats- und Regierungschefs gelingen werde, sich auf einen rechtlich bindenden internationalen Vertrag zu einigen. Vor dem Gipfel von Kopenhagen gibt es gerade noch ein Vorbereitungstreffen in Barcelona. "Wir müssen uns darauf konzentrieren, was realistisch umsetzbar ist", sagt de Boer - und hängt damit die Latte bewusst niedrig.

Sein Chef, Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon, erklärt: "Wir werden unser bestes geben und versuchen, ein substantielles Abkommen zu erreichen." Euphorie, das bemerkt man sofort, klingt anders. Eigentlich hatte Ban die Klimaverhandlungen zu seiner Top-Priorität gemacht. Nun muss er aber erkennen, dass ein schneller Durchbruch vorerst nicht machbar sein dürfte. Vorsichtshalber lässt er seinen Klimaberater Janos Pasztor schon einmal die Nachricht streuen, nach dem Kopenhagener Gipfel seien weitere Verhandlungsrunden nötig. Auch Schwedens Klimaschutz-Sonderbeauftragter Lars-Erik Liljelund, dessen Land beim Gipfel in Kopenhagen die Europäische Union vertreten wird, warnte im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE: " Sicher wird Kopenhagen aber nicht das Ende des Weges sein."

Drei Punkte könnten für einen möglichen Misserfolg ausschlaggebend sein:

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Die neuesten Beiträge:
21.12.2009 von cluster15: jetzt mal Tacheles

Tja, was man Sie was schlimmer wird, Wortklauben oder Datenklauben..... Keine Ahnung was Sie meinen, der lineare Trend zeigt einen Anstieg von etwas mehr als 0.4 Grad Celsius Warum 1940 oder 1970? Von 1930-1970 ist [...] mehr...

21.12.2009 von cluster15: A posteriori

Kausalketten im Nachhinein konstruieren zu können, heißt nicht in jedem Fall, dass die Ereignisse tatsächlich in der Abfolge als solche im Vorhinein geplant waren (schönes Beispiel wäre das Minenfeld der Evolution). Ich hatte [...] mehr...

21.12.2009 von snoopdog: Beamtenspeech.

... und falls das Klima sich nicht reglementskonform entwickeln will, dann ist fristgemäß bis spätestens 31.12.09... Beamtenspeech pur ... hoffentlich kriegen Sie Ihre Kaffeepause eben so zuverlässig geregelt mehr...

20.12.2009 von denkmal!:

[QUOTE=Blackjack51;4733832][QUOTE=denkmal!;4733314]Also ich bin meinen chinesischen Solarzellen absolut zufrieden. Sie überteffen sogar die angegebenen Werte. ---Zitat--- Hast du die Panels messen lassen? Das können nur wenige [...] mehr...

20.12.2009 von de.nada: Hatte was zu erledigen. ;)

Ich weiß nicht wie ehrlich "Die Welt" ist. Ich weiß nicht mal ob die Welt weiß was PR ist und was nicht. (hoffentlich erscheint nur dieses) mehr...

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