Berlin - Im Prinzip scheint alles recht einfach, zumindest wenn man einer aktuellen Umfrage des Instituts infratest dimap glaubt. Die Befragung war vom internationalen Klimaschutzbündnis Avaaz - der Name bedeutet in zahlreichen Sprachen so viel wie Stimme - und der deutschen Klimaallianz in Auftrag gegeben worden. Die Meinungsforscher hatten dabei herausgefunden, dass 82 Prozent der Deutschen der Meinung sind, das Ansehen von Bundeskanzlerin Angela Merkel würde steigen, wenn sie eine führende Rolle beim Kampf gegen den Klimawandel einnähme.
In den vergangenen Monaten hatte die einstige selbsternannte Klimakanzlerin eher wenig zum Thema hören lassen. Doch offenbar wären viele der Befragten schon mit einfachen aber wirkungsvollen Gesten zufrieden. So gaben sogar 90 Prozent von ihnen an, Merkel solle persönlich am Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen teilnehmen - und US-Präsident Barack Obama am besten gleich mit. Unter den Anhängern von CDU/CSU fordern demnach sogar 95 Prozent, dass die Kanzlerin dem Beispiel des britischen Premiers Gordon Brown folgen soll. Der hat - im Gegensatz zu Merkel und Obama - eine Gipfelteilnahme bereits angekündigt.
Mit ihrer Rede vor dem US-Kongress könne Merkel "für eine gemeinsame europäisch-amerikanische Vorreiterrolle werben, um so dem Kopenhagen-Prozess wieder ein größeres politisches Momentum geben", sagte Brick Medak vom WWF-Deutschland. Und Avaaz-Sprecher Julius van de Laar sekundierte: "US-Präsident Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel müssen jetzt Kopenhagen zur Chefsache machen und beide zum Gipfel fahren."
"Vergleichbar mit einem Krieg"
Im aktuellen SPIEGEL erklärt der frühere US-Vizepräsident Al Gore, dass er an die Teilnahme von Präsident Obama am Weltklimagipfel glaubt: "Ich bin mir sicher, er wird nach Kopenhagen fahren." Er sei optimistisch, dass der US-Kongress sich bis zum Gipfel, bei dem ein globales Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll beschlossen werden soll, auf einen einheitlichen Entwurf für ein Klimaschutzgesetz einigen werde. "Deshalb stehen die Chancen gut, dass wir Amerikaner mit einem echten Verhandlungsangebot in Kopenhagen erscheinen."
Der Germanwatch-Geschäftsführer Christoph Bals sagte im Deutschlandradio Kultur, es sei trotz aller Hindernisse immer noch möglich, auf der Konferenz in Kopenhagen ein verbindliches, globales Klimaschutzabkommen zu erreichen, "auch wenn man nicht mehr alle Details davon zu Ende verhandeln kann". Bals erklärte, es gebe für den Fall eines Scheiterns "keinen Plan B".
Unterdessen kritisierte Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber, die Geschwindigkeit der politischen Entscheidungen zum Klimaschutz sei zu langsam. Die Politik halte nicht mit dem Tempo der Veränderungen im Klimasystem Schritt. "Wir haben eine Ausnahmesituation vor uns, vergleichbar mit einem Krieg", sagte Schellnhuber im "Handelsblatt". Mit Blick auf Kopenhagen äußerte er sich skeptisch: "Das Erwartungsmanagement der verantwortlichen Politiker spricht im Moment gegen einen Gipfelerfolg."
In den vergangenen Tagen hatte es wiederholt skeptische Stimmen zu einem möglichen Erfolg in Kopenhagen gegeben, unter anderem vom Leiter des Uno-Klimasekretariats Yvo de Boer.
chs/AFP
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Tja, was man Sie was schlimmer wird, Wortklauben oder Datenklauben..... Keine Ahnung was Sie meinen, der lineare Trend zeigt einen Anstieg von etwas mehr als 0.4 Grad Celsius Warum 1940 oder 1970? Von 1930-1970 ist [...] mehr...
Kausalketten im Nachhinein konstruieren zu können, heißt nicht in jedem Fall, dass die Ereignisse tatsächlich in der Abfolge als solche im Vorhinein geplant waren (schönes Beispiel wäre das Minenfeld der Evolution). Ich hatte [...] mehr...
... und falls das Klima sich nicht reglementskonform entwickeln will, dann ist fristgemäß bis spätestens 31.12.09... Beamtenspeech pur ... hoffentlich kriegen Sie Ihre Kaffeepause eben so zuverlässig geregelt mehr...
[QUOTE=Blackjack51;4733832][QUOTE=denkmal!;4733314]Also ich bin meinen chinesischen Solarzellen absolut zufrieden. Sie überteffen sogar die angegebenen Werte. ---Zitat--- Hast du die Panels messen lassen? Das können nur wenige [...] mehr...
Ich weiß nicht wie ehrlich "Die Welt" ist. Ich weiß nicht mal ob die Welt weiß was PR ist und was nicht. (hoffentlich erscheint nur dieses) mehr...
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