London - In den Wochen vor dem Klimagipfel in Kopenhagen räumen die großen Wissenschaftsmagazine Klimaforschern besonders viel Platz ein. Eine ganze Fülle interessanter Paper wird in diesen Tagen veröffentlicht, zum Beispiel zur globalen Kohlenstoffbilanz. Ein Artikel in "Nature" (Band 462, S. 346) legt nun nahe, dass die Ozeane als Kohlendioxid-Speicher überlastet sein könnten. Darauf hatte bereits ein am Mittwoch veröffentlichter Artikel in "Nature Geoscience" hingedeutet.
Eine Wissenschaftlergruppe um Samar Khatiwala von der Columbia University in New schreibt, dass der prozentuale Anteil an CO2 sinkt, der durch die Weltmeere aus der Atmosphäre entfernt wird. "Wir können uns auf die Speicherfunktion von Meer und Land in Zukunft nicht mehr so verlassen wie in der Vergangenheit und müssen unseren maßlosen Hunger auf fossile Brennstoffe bremsen", warnt Khatiwala.
Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler ein Modell entwickelt, mit dem sich der Anteil des vom Menschen verursachten Kohlendioxids in den Ozeanen rückwirkend für die Zeit seit der industriellen Revolution berechnen lässt. Für ihre Kalkulationen von 1765 bis heute mussten die Wissenschaftler eine Vielzahl von Daten zusammentragen, unter anderem zu Temperatur, Salzgehalt und Meeresströmungen.
Ozeane nehmen nicht überall gleich viel CO2 auf
Die Forscher fanden heraus, dass rund 40 Prozent des Kohlendioxids vom Südpolarmeer absorbiert wird. Das liegt daran, dass sich das Gas im kalten Wasser besonders gut löst - ein Effekt, der die Polarmeere auch besonders anfällig für die Ozeanversauerung macht (siehe auch Fotostrecke links). Durch die Meeresströmungen wird das aufgenommene Kohlendioxid weiter verteilt. Entsprechend kommt es in verschiedenen Gegenden auch zu unterschiedlichen CO2-Konzentrationen.
Die CO2-Aufnahme der Ozeane sei seit den fünfziger Jahren des Vergangenen Jahrhunderts dramatisch angestiegen, heißt es in der Studie - wegen der stetig steigenden Emissionen der Menschheit. In den vergangenen Jahrzehnten habe die Aufnahme von Kohlendioxid in den Weltmeeren allerdings leicht abgenommen.
Basierend auf diesen Ergebnissen und dem CO2-Gehalt der Atmosphäre ermittelten die Wissenschaftler auch, wie viel Klimagas von CO2-Senken an Land aufgenommen wurde. Das Ergebnis: Bis 1940 wurde von den Landmassen mehr Kohlendioxid abgegeben als sie aufnahmen. Brandrodung für die Gewinnung von Ackerland und die Verwendung von Holz als Heizmittel waren hierfür die Hauptgründe. Nach 1940 kehrte sich das Verhältnis jedoch um. Das führen die Forscher nicht nur auf das gesteigerte Umweltbewusstsein zurück: "Das zusätzliche Kohlendioxid in der Atmosphäre könnte wie zusätzlicher Dünger wirken", spekuliert Ko-Autor Timothy Hall.
chs/ddp/dpa
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Tja, was man Sie was schlimmer wird, Wortklauben oder Datenklauben..... Keine Ahnung was Sie meinen, der lineare Trend zeigt einen Anstieg von etwas mehr als 0.4 Grad Celsius Warum 1940 oder 1970? Von 1930-1970 ist [...] mehr...
Kausalketten im Nachhinein konstruieren zu können, heißt nicht in jedem Fall, dass die Ereignisse tatsächlich in der Abfolge als solche im Vorhinein geplant waren (schönes Beispiel wäre das Minenfeld der Evolution). Ich hatte [...] mehr...
... und falls das Klima sich nicht reglementskonform entwickeln will, dann ist fristgemäß bis spätestens 31.12.09... Beamtenspeech pur ... hoffentlich kriegen Sie Ihre Kaffeepause eben so zuverlässig geregelt mehr...
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Ich weiß nicht wie ehrlich "Die Welt" ist. Ich weiß nicht mal ob die Welt weiß was PR ist und was nicht. (hoffentlich erscheint nur dieses) mehr...
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