Wer sich die Erde aus dem Weltall anschaut, bekommt immer nur einen Teil der Kontinente und Ozeane zu sehen - alles andere verschwindet unter Wolken. In manchen Erdteilen ist der Unterschied zwischen den Wolkendichten über See und an Land so ausgeprägt, dass man allein durch die Beobachtung der Wolken die Umrisse der Landmassen ausmachen kann.
Dieses Bild, zusammengesetzt aus Daten des Moderate Resolution Imaging Spectroradiometers (Modis) an Bord des Nasa-Satelliten "Terra", zeigt das auf eindrucksvolle Weise. Es macht den Anteil der Erdoberfläche sichtbar, der im Oktober 2009 von Wolken bedeckt war. Helles Weiß markiert Gegenden, die ständig unter einer geschlossenen Wolkendecke lagen, tiefes Blau jene Regionen, über denen durchgehend blauer Himmel zu sehen war.
Die deutlichsten Grenzen entstehen, wo extrem trockenes Land von Ozeanen umgeben ist - wie etwa Nord- und Südafrika, die Arabische Halbinsel oder das westliche Südamerika. Über feuchten Regionen verschwimmt die Grenze zwischen Wasser und Land jedoch. Europa etwa liegt nahezu komplett unter einem milchigen Schleier. Dasselbe ist im westlichen Zentralafrika der Fall: Über dem dortigen Regenwald drängen sich die Wolken fast ebenso dicht wie über dem Atlantik.
Über den Inseln, den schmalen Halbinseln und den flachen Gewässern Südostasiens und Australiens verschwinden die Unterschiede zwischen der Wolkenbedeckung über Wasser und Land nahezu vollständig. Auch die indonesischen Inseln Sumatra und Borneo sind auf dem Bild kaum zu erkennen.
mbe
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