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29.11.2009
 

Vor Kopenhagen-Gipfel

Commonwealth-Länder fordern bindenden Klimavertrag

Britischer Premier Gordon Brown (l.), Uno-Chef Ban Ki Moon: "Deutliche politische Nachricht"Zur Großansicht
AFP

Britischer Premier Gordon Brown (l.), Uno-Chef Ban Ki Moon: "Deutliche politische Nachricht"

Die Commonwealth-Staaten machen sich für ein rechtlich bindendes internationales Klimaschutzabkommen stark - und zwar spätestens bis zum kommendem Jahr. Ärmere Länder sollen außerdem Milliardenhilfen bekommen, um Klimaschutzziele umzusetzen.

Port of Spain - Rund ein Viertel der Weltbevölkerung lebt in den Staaten des Commonwealth. Der lose Bund ist aus dem früheren britischen Weltreich hervorgegangen und besteht heute aus 53 Ländern. Man trifft sich nicht nur alle vier Jahre zu Sportwettkämpfen, den Commonwealth Games, sondern - noch häufiger sogar - zu politischen Gipfeltreffen.

Die aktuelle Auflage fand in Trinidad und Tobago statt. Dort verabschiedeten die Regierungschefs Commonwealth-Staaten dann auch eine Erklärung, in der sie sich einstimmig für einschneidende Maßnahmen zur Rettung des Klimas aussprechen. "Der Klimawandel ist in erster Linie eine globale Herausforderung" hieß es in dem Dokument. "Für einige von uns ist er sogar eine existentielle Bedrohung."

Die Erklärung ist ein durchaus wichtiger Schritt, weil in den wenigen verbleibenden Tagen vor dem Klimagipfel in Kopenhagen die Stimmungslage inszeniert wird, in der das Treffen stattfindet. Und da sind Signale wie aus Port of Spain entscheidend.

In dem Abschlussdokument fordern die Staaten, dass Kopenhagen ein rechtlich verbindliches, internationales Abkommen liefen müsse. Außerdem fand ein Vorschlag Großbritanniens Unterstützung. Er sieht die Einrichtung eines Klimafonds für Entwicklungsländer mit einem Volumen von rund 6,7 Milliarden Euro vor. Großbritannien werde zu dem Fonds rund 890 Millionen Euro beisteuern, sagte Premier Gordon Brown. Das Geld soll nach der am Samstag getroffenen Vereinbarung der Commonwealth-Staaten schon ab dem kommenden Jahr zur Verfügung stehen.

"Die Uhr für Kopenhagen tickt"

Dies sei eine "deutliche politische Nachricht", betonte der britische Außenminister David Miliband. "Die Uhr für Kopenhagen tickt", sagte der australische Regierungschef Kevin Rudd nach Angaben des Senders BBC. Er sei überzeugt, dass "politischer guter Willen und Entschlossenheit" zu einer einverständlichen Lösung in Kopenhagen vorhanden seien.

"Nach unserer Ansicht ist ein internationales, legal verbindliches Abkommen unerlässlich", wird in der Abschlusserklärung das Ziel für der Weltklimagipfel in Kopenhagen gesetzt. Allerdings rechneten die Commonwealth-Länder mit einem "voll" verbindlichen Abkommen erst im Jahr 2010.

Zu dem Weltklimagipfel vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen werden bis zu 15.000 Teilnehmer erwartet. Nach zwischenzeitlicher Frustration hatte sich bei Beobachtern zuletzt die Hoffnung verstärkt, dass das Treffen doch substantielle Ergebnisse bringen könnte. Am Ende der zwei Gipfelwochen sollen auch Staats- und Regierungschefs aus aller Welt anreisen. Bereits jetzt melden die Organisatoren es mehr als 60 Zusagen. US-Präsident Barack Obama will zumindest einen kurzen Stopp in Kopenhagen einlegen, auf dem Weg zur Friedensnobelpreisverleihung in Oslo. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Premier Wen Jiabao wollen mitverhandeln.

chs/dpa/AFP/AP

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insgesamt 4346 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
21.12.2009 von cluster15: jetzt mal Tacheles

Tja, was man Sie was schlimmer wird, Wortklauben oder Datenklauben..... Keine Ahnung was Sie meinen, der lineare Trend zeigt einen Anstieg von etwas mehr als 0.4 Grad Celsius Warum 1940 oder 1970? Von 1930-1970 ist [...] mehr...

21.12.2009 von cluster15: A posteriori

Kausalketten im Nachhinein konstruieren zu können, heißt nicht in jedem Fall, dass die Ereignisse tatsächlich in der Abfolge als solche im Vorhinein geplant waren (schönes Beispiel wäre das Minenfeld der Evolution). Ich hatte [...] mehr...

21.12.2009 von snoopdog: Beamtenspeech.

... und falls das Klima sich nicht reglementskonform entwickeln will, dann ist fristgemäß bis spätestens 31.12.09... Beamtenspeech pur ... hoffentlich kriegen Sie Ihre Kaffeepause eben so zuverlässig geregelt mehr...

20.12.2009 von denkmal!:

[QUOTE=Blackjack51;4733832][QUOTE=denkmal!;4733314]Also ich bin meinen chinesischen Solarzellen absolut zufrieden. Sie überteffen sogar die angegebenen Werte. ---Zitat--- Hast du die Panels messen lassen? Das können nur wenige [...] mehr...

20.12.2009 von de.nada: Hatte was zu erledigen. ;)

Ich weiß nicht wie ehrlich "Die Welt" ist. Ich weiß nicht mal ob die Welt weiß was PR ist und was nicht. (hoffentlich erscheint nur dieses) mehr...

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Weltklimaverhandlungen

Wichtige Punkte

Die G-8-Staaten haben sich grundsätzlich zu dem Ziel bekannt, den globalen Temperaturanstieg im Vergleich zum Beginn des Industriezeitalters auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Auch die Schwellenländer haben sich dem jetzt angeschlossen. Doch konkrete Vorgaben und Zusagen zur Finanzierung fehlen noch - deshalb könnte es beim bloßen Lippenbekenntnis bleiben.

Worum geht es?

Wer sind die wichtigsten Akteure?

Wie ist der Stand in Europa?

Was sind die Knackpunkte der Verhandlungen?

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Wer wie viel CO2 reduzieren will

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Die Staaten der Union haben sich verpflichtet, ihre CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 20 Prozent unter das Niveau von 1990 zu drücken. Wenn andere Staaten mitziehen, versprechen die Europäer sogar ein Minus von 30 Prozent. Die Aufteilung der EU-weiten Ziele auf Mitgliedstaaten ("Effort Sharing") wird unter Berücksichtigung der Wirtschaftsleistung pro Kopf und der nationalen Voraussetzungen vorgenommen.

Russland

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Der lange Weg zum Klimaschutz

1988

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gründen den Weltklimarat (IPCC). Der IPCC selbst betreibt keine Wissenschaft, er sammelt stattdessen Daten zum Klimawandel und entwickelt Strategien zur Anpassung. Das Gremium hat bisher vier sogenannte Sachstandsberichte verfasst, der nächste ist für 2014 geplant. Der IPCC ist nicht direkt in das Klimasystem der Uno eingebunden, liefert aber den wissenschaftlichen Hintergrund für die Verhandlungen.

1992

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