Hamburg - Wim van Egmond wuchs nur ein paar Kilometer von dem Revier entfernt auf, in dem der "Vater der Mikrobiologie", Antonie van Leeuwenhoek, für seine Forschungen nach Kleinstleben aller Art suchte. Van Leeuwenhoek ist der Pionier der Lichtmikroskopie und öffnete im 17. Jahrhundert mit seinen selbstgebauten Vergrößerungsgeräten die Tür zum Universum des Winzigen.
Vielleicht verdankt es Wim van Egmond diesem Zufall, dass er sich Zeit seines Lebens für die Geschichte der Natur interessierte und inzwischen zu einem passionierten Mikrofotografen geworden ist. Van Egmond ist von der mikroskopischen Welt fasziniert und hat sich zur Aufgabe gemacht, diese zu porträtieren.
Vor vielen Jahren gründete der 43-jährige Niederländer das "Institute for the Promotion of the Less than One Millimetre". Organismen, die sonst ein Schattendasein führen, weil sie mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, widmet van Egmond seine volle Aufmerksamkeit. Um auch andere davon zu überzeugen, dass die Biologie wahre Meisterwerke hervorgebracht hat, eröffnete er das Micropolitan Museum of Microscopic Art Forms - eine Online-Galerie, in der man die Schönheit der Natur des Mikrouniversums bestaunen kann.
Besucher des virtuellen Museums können dabei durch eine ganze Reihe verschiedener Sammlungen streifen. Der "Desmid Dome" etwa widmet sich den Zieralgen, deren Schönheit sich durch ihre auffallend symmetrischen Formen entfaltet, im "Waterflea Circus" kann man die Anatomie der Wasserflöhe eingehend studieren. SPIEGEL ONLINE zeigt eine Auswahl aus der faszinierenden Welt des Winzigen.
cib
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