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18.12.2009
 

Klimagipfel auf der Kippe

Kopenhagen hofft auf den Last-Minute-Erfolg

Weltkugel in Kopenhagen: "Positive und konstruktive" GesprächeZur Großansicht
dpa

Weltkugel in Kopenhagen: "Positive und konstruktive" Gespräche

Die Zeit für eine Einigung beim Weltklimagipfel läuft ab: In der Nacht zum Freitag trafen sich die Staatschefs der 20 mächtigsten Länder und Regionen, um die Verhandlung wiederzubeleben. Die Hoffnungen richten sich jetzt auf Barack Obama - doch Washington dämpft die Erwartungen.

Kopenhagen/Washington - US-Präsident Barack Obama ist in der dänischen Hauptstadt gelandet - und es kommt noch einmal Bewegung in den Kopenhagener Klimagipfel. Nach einem Sondertreffen in der Nacht zum Freitag beauftragten die Staats- und Regierungschef der mehr als 20 mächtigsten Länder und Regionen ihre Diplomaten mit der Ausarbeitung einer "politischen Erklärung" zu den am meisten umstrittenen Streitpunkten. Diese solle aber nicht das weiterhin angestrebte Klimaabkommen ersetzen, hieß es.

Die Europäische Union hatte zu dem Mini-Gipfel eingeladen, nachdem am Donnerstag die knapp zweiwöchigen Uno-Klimaverhandlungen zu scheitern drohten. Noch ist das mögliche Scheitern des Gipfels aber nicht abgewendet. Der EU-Ratsvorsitzende und schwedische Regierungschef Fredrik Reinfeldt sagte am Freitagmorgen: "Die Lage ist sehr ernst." Es gebe eine Gruppe beim Gipfel, die sich "nicht konstruktiv" verhalte, sagte Reinfeldt und verwies auf Schwellenländer wie China und Indien. Zudem warf Reinfeldt den USA vor, "nicht genug getan zu haben".

An dem Treffen nahmen auch US-Außenministerin Hillary Clinton, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Russlands Präsident Dmitrij Medwedew und ein Vertreter der chinesischen Delegation teil. Merkel saß bis etwa zwei Uhr bei den Verhandlungen. Danach saß Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) für Deutschland am Tisch. Seit acht Uhr am Freitagmorgen hat die Runde der Staats- und Regierungschefs die Verhandlungen erneut aufgenommen.

Der Mini-Gipfel sollte die stockenden Weltklimaverhandlungen wieder in Schwung bringen. Bei den Verhandlungen in der Nacht ging es darum, eine politische Erklärung fertigzubekommen, die über den zwei Verhandlungstexten steht. Einen solchen Text gibt es bisher aber noch nicht. Die Staatengemeinschaft aus mehr als 190 Ländern will sich am Freitag auf die Grundzüge eines neuen Klimaabkommens einigen. Zu den wesentlichen Streitpunkten zählen die Finanzangebote an die Entwicklungsländer, internationale Kontrollen der Klimaziele der Schwellenländer sowie die Höhe und Rechtsverbindlichkeit der Kohlendioxid-Reduktionsziele der Industriestaaten.

Hoffen auf Obama

US-Präsident Obama ist am Freitagmorgen in Kopenhagen eingetroffen. Angesichts der schwierigen Verhandlungen wollen er und der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao zu einem Vieraugengespräch in Kopenhagen zusammenkommen, teilte die Regierung in Washington mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Den USA und China kommt bei den Verhandlungen eine Schlüsselrolle zu, weil diese zwei Länder am meisten Kohlendioxid in die Atmosphäre ausstoßen.

Es sei allerdings unwahrscheinlich, dass der Präsident genauere Angaben zu Hilfsgeldern für die ärmsten Länder beim Kampf gegen den Klimawandel machen werde, sagte ein US-Regierungsmitarbeiter am Donnerstagabend. Er könne zwar nicht sagen, ob die Staats- und Regierungschefs eine Einigung erreichten, Obama werde aber auch im Falle eines Scheiterns das Thema weiter verfolgen.

Die Europäische Union erwartet weitergehende Zusagen der USA. "Ich gehe wirklich davon aus, dass sie etwas zusätzliches ankündigen werden", sagte Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Obama werde sicherlich nicht einfach wiederholen, was bislang im amerikanischen Entwurf stehe. Die USA haben bislang angeboten, ihren CO2-Ausstoß in den kommenden zehn Jahren auf drei bis vier Prozent unter den Wert von 1990 zu senken. Kanzlerin Merkel hatte im Bundestag vor ihrer Abreise nach Kopenhagen die USA dafür kritisiert. Deren Angebot sei wenig ehrgeizig und nicht ausreichend.

suc/dpa/Reuters

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Die neuesten Beiträge:
21.12.2009 von cluster15: jetzt mal Tacheles

Tja, was man Sie was schlimmer wird, Wortklauben oder Datenklauben..... Keine Ahnung was Sie meinen, der lineare Trend zeigt einen Anstieg von etwas mehr als 0.4 Grad Celsius Warum 1940 oder 1970? Von 1930-1970 ist [...] mehr...

21.12.2009 von cluster15: A posteriori

Kausalketten im Nachhinein konstruieren zu können, heißt nicht in jedem Fall, dass die Ereignisse tatsächlich in der Abfolge als solche im Vorhinein geplant waren (schönes Beispiel wäre das Minenfeld der Evolution). Ich hatte [...] mehr...

21.12.2009 von snoopdog: Beamtenspeech.

... und falls das Klima sich nicht reglementskonform entwickeln will, dann ist fristgemäß bis spätestens 31.12.09... Beamtenspeech pur ... hoffentlich kriegen Sie Ihre Kaffeepause eben so zuverlässig geregelt mehr...

20.12.2009 von denkmal!:

[QUOTE=Blackjack51;4733832][QUOTE=denkmal!;4733314]Also ich bin meinen chinesischen Solarzellen absolut zufrieden. Sie überteffen sogar die angegebenen Werte. ---Zitat--- Hast du die Panels messen lassen? Das können nur wenige [...] mehr...

20.12.2009 von de.nada: Hatte was zu erledigen. ;)

Ich weiß nicht wie ehrlich "Die Welt" ist. Ich weiß nicht mal ob die Welt weiß was PR ist und was nicht. (hoffentlich erscheint nur dieses) mehr...

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Die G-8-Staaten haben sich grundsätzlich zu dem Ziel bekannt, den globalen Temperaturanstieg im Vergleich zum Beginn des Industriezeitalters auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Auch die Schwellenländer haben sich dem jetzt angeschlossen. Doch konkrete Vorgaben und Zusagen zur Finanzierung fehlen noch - deshalb könnte es beim bloßen Lippenbekenntnis bleiben.

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Der lange Weg zum Klimaschutz

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