Da der Wasserdruck in solch großer Tiefe die Wucht der Explosionen dämpfe, habe sich der Roboter den Eruptionen bis auf wenige Meter nähern können. Die Forscher hoffen, dass die gewonnenen Bilder, Daten und Proben neue Erkenntnisse über die Entstehung der Erdkruste liefern. Außerdem könnten sie helfen zu verstehen, warum bestimmte Meereslebewesen in extremen Lebensräumen überleben und gedeihen.
Zu sehen waren spektakuläre Aufnahmen von glühend roten Lavablasen, die aus dem Vulkan herausgeschleudert werden und eine rauchartige Schwefelwolke freisetzen. Beim Zusammentreffen mit dem kalten Meereswasser gefriert die Lava praktisch sofort, und das schwarze Gestein sinkt auf den Meeresboden. Der Roboter konnte auch die Geräusche aufnehmen. Etwa 80 Prozent der Vulkanaktivität auf der Erde findet unter Wasser statt. Es war das erste Mal, dass Wissenschaftler Zeugen eines Vulkanausbruchs in solch großer Tiefe waren.
Eine der heißesten Laven
"Wir haben einen Lava-Typ entdeckt, den wir noch nie bei einem aktiven Vulkan gefunden haben", sagte Joseph Resing, Ozeanograf von der University of Washington. "Und wir haben das erste Mal geschmolzene Lava über den Meeresboden strömen sehen."
"Zum ersten Mal können wir so nah dran untersuchen wie Ozeaninseln und Unterwasser-Vulkane geboren werden", sagte Barbara Ransom von der National Science Foundation. Die Lava des West Mata sei in ihrer Zusammensetzung sehr ursprünglich und daher für die Forscher interessant.
Sie ist eine der heißesten Vulkan-Laven und wurde bislang nur in Vulkanen gefunden, die vor mehr als einer Millionen Jahre erloschen sind. Die Wissenschaftler glauben, dass diese Lava daher die Gelegenheit bietet zu untersuchen, wie sich Magma in Vulkanen bildet und wie Teile der Erdkruste recyclet werden, wenn eine tektonische Platte sich unter eine andere schiebt.
lub/APD
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