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18.12.2009
 

Wortlaut

Auszüge aus Obamas Rede auf der Klimakonferenz

Barack Obama in Kopenhagen: "Die Welt hat keine Zeit zu verschenken"Zur Großansicht
REUTERS

Barack Obama in Kopenhagen: "Die Welt hat keine Zeit zu verschenken"

Die Erwartungen an Barack Obamas Rede waren groß: Die Welt erwartete von ihm, die festgefahrenen Verhandlungen voranzubringen. Doch der US-Präsident scheute neue Zusagen - SPIEGEL ONLINE dokumentiert seine Ansprache in Auszügen.

"Die Frage vor uns betrifft nicht mehr die Art der Herausforderung - die Frage betrifft unsere Möglichkeiten, sich ihr zu stellen. Während der Tatbestand des Klimawandels nicht in Frage steht - ich will ehrlich sein, die Welt schaut auf uns - gibt es Zweifel an unserer Fähigkeit zu gemeinsamem Handeln."

"Ich glaube, dass wir angesichts dieser Bedrohung, die uns alle angeht, kühn und entschlossen handeln können. Deshalb bin ich heute hierhergekommen - nicht um zu reden, sondern um zu handeln."

"Ohne Überprüfbarkeit bestünde jede Übereinkunft nur aus leeren Worten auf einem Stück Papier. (...) Das ergibt keinen Sinn."

"Verringerung. Transparenz. Finanzierung. Es ist eine klare Formel - eine, die das Prinzip einer gemeinsamen, aber dennoch differenzierten Antwort gemäß den jeweiligen Möglichkeiten berücksichtigt. Zusammen ergibt das eine bedeutsame Einigung - eine, die uns weiter bringt, als wir es jemals als internationale Gemeinschaft geschafft haben."

"Ich will vor diesem Plenum sagen, dass die Zeit knapp wird. Die Frage ist, ob wir gemeinsam voranmarschieren oder uns entzweien lassen."

"Die Zeit des Redens ist vorbei. Am Ende steht dies: Wir können dieser Übereinkunft zustimmen, einen bedeutsamen Schritt nach vorne machen, ihn weiter verfeinern und auf seiner Basis aufbauen. Wir können das schaffen, und jeder in diesem Raum wird Teil einer historischen Tat sein. (....) Oder wir können uns wieder für Verzögerungen entscheiden und in dieselbe Spaltung zurückfallen, die einem Handeln seit Jahren im Wege steht. Dann hören wir wieder dieselben Argumente, Monat für Monat, Jahr für Jahr, während die Gefahr durch den Klimawandel wächst, bis er unumkehrbar ist."

"Es darf keine Zeit vergeudet werden. Amerika hat sich entschieden. Wir haben unseren Kurs festgelegt, wir leisten unseren Beitrag, und wir werden tun, was wir sagen. Jetzt, denke ich, ist es an der Zeit, dass die Nationen und die Völker der Welt zusammenkommen und sich hinter eine gemeinsame Sache stellen."

"Wir sind bereit, das heute zustande zu kriegen. Aber es muss Bewegung auf allen Seiten geben in der Erkenntnis, dass es besser ist, zu handeln als zu reden."

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Weltklimaverhandlungen

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Die G-8-Staaten haben sich grundsätzlich zu dem Ziel bekannt, den globalen Temperaturanstieg im Vergleich zum Beginn des Industriezeitalters auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Auch die Schwellenländer haben sich dem jetzt angeschlossen. Doch konkrete Vorgaben und Zusagen zur Finanzierung fehlen noch - deshalb könnte es beim bloßen Lippenbekenntnis bleiben.

Worum geht es?

Wer sind die wichtigsten Akteure?

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Der lange Weg zum Klimaschutz

1988

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gründen den Weltklimarat (IPCC). Der IPCC selbst betreibt keine Wissenschaft, er sammelt stattdessen Daten zum Klimawandel und entwickelt Strategien zur Anpassung. Das Gremium hat bisher vier sogenannte Sachstandsberichte verfasst, der nächste ist für 2014 geplant. Der IPCC ist nicht direkt in das Klimasystem der Uno eingebunden, liefert aber den wissenschaftlichen Hintergrund für die Verhandlungen.

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