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03.02.2010
 

Gletscher-Panne

Weltklimarat-Chef lehnt Entschuldigung ab

Der Chef des Uno-Klimarats IPCC wehrt sich: Eine persönliche Entschuldigung für die Panne bei der Vorhersage der Gletscherschmelze im Himalaja komme für ihn nicht in Frage, sagte Rajendra Pachauri. Zuletzt hatten selbst Wissenschaftler seinen Rücktritt gefordert.


Der Uno-Klimarat IPCC steht seit Wochen unter Druck: Der peinliche Fehler bei der Vorhersage der Gletscherschmelze im Himalaja kratzt an der Glaubwürdigkeit des Gremiums, hinzu kommen Vorwürfe an dessen Chef Rajendra Pachauri. Er soll frühzeitig vom Gletscher-Fehler gewusst, ihn aber verschwiegen haben. Auch der Verdacht von Interessenkonflikten kam zuletzt auf. Inzwischen fordern prominente Wissenschaftler eine grundlegende Reform des IPCC und den Rücktritt Pachauris.

Der Inder aber bestritt alle bisherigen Vorwürfe - und gibt sich in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Guardian" nun weiterhin trotzig. Eine persönliche Entschuldigung für die Gletscher-Panne lehnte er ab: "Sie können nicht von mir erwarten, für jedes Wort in einem 3000 Seiten langen Bericht persönlich verantwortlich zu sein", sagte Pachauri. Er verwies auf die offizielle Stellungnahme, mit der der IPCC sein Bedauern über den Gletscher-Fehler zum Ausdruck gebracht habe. Eine persönliche Entschuldigung aber halte er für heuchlerisch und populistisch. "Ich tue nicht besonders viele populistische Dinge", sagte Pachauri. "Deshalb bin ich in einem bestimmten Teil der Gesellschaft nicht besonders beliebt."

Er räumte allerdings ein, dass der Gletscher-Fehler dem IPCC geschadet habe: "Dafür haben wir teuer bezahlt, keine Frage." Vorher habe jeder gedacht, dass die Arbeit des IPCC höchsten Standards genüge und nichts schieflaufen könne. Jetzt aber sei die Glaubwürdigkeit des Gremiums beschädigt. Dennoch habe es sich um einen Einzelfall gehandelt, der keinesfalls die gesamte Arbeit des Klimarats entwerte, betonte Pachauri.

Ob er den Forderungen nach einem Rücktritt auf Dauer standhalten kann, ist allerdings offen. Insbesondere britische Zeitungen haben sich inzwischen auf Pachauri eingeschossen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Fragen, die direkt mit seinem Amt als IPCC-Chef zu tun haben: Inzwischen widmen sich selbst seriöse Blätter wie "The Guardian" der Frage, wie teuer Pachauris Anzüge sind.

mbe

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insgesamt 21 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
08.02.2010 von smerfs: alles lug und trug

der kölner stadtanzeiger berichtet heute, auch die horrorszenarien im ipcc betreffend die kommenden hungersnöte in africa entbehren jeglicher wissenschaftlicher grundlage! http://www.ksta.de/html/artikel/1264185820994.shtml mehr...

05.02.2010 von rumsfeld: Das ist die Crux

Das ist ja die Crux: "Klimaforscher" bzw. "Klimatologe" darf sich jeder nennen, auch jeder Trottel, z.B. ein ansonsten völlig unbekannter Eisenbahntechniker, ungestraft, denn diese Bezeichnung ist nicht [...] mehr...

04.02.2010 von Umbriel: Katastrophenonkel Latif

Der Lattif aus Kiel hat sich auch schon aus Potsdam zu Wort gemeldet, im ö.r. TV und das ist mir auch wurscht, ob der in Kiel oder Potsdam über der Klimakatastrophe brütet. Jedenfalls ist er ein gefährlicher Übertreiber und [...] mehr...

04.02.2010 von spon-1237908334114: An alle Klimaretter

Hallo Freunde, Wir müssen zusammenhalten und sich durch die Skeptiker und Tatsachen nicht unterdrücken lassen. Gleich, wenn unsere unfehlbare Führer die Welt-Diktatur einführen, werden wir für unsere unüberwindbare Ausdauer [...] mehr...

04.02.2010 von sichreid: vergebens!

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,71456,00.html ---Zitatende--- Das ist vergebene Liebesmüh. "Klo" wurde dieser Artikel schon öfters verlinkt. Er wird diese Antwort ebenso ignorieren wie alle anderen [...] mehr...

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IPCC - der Klimarat der Vereinten Nationen

Ziele

ESA 2004
Der Intergovernmental Panel on Climate Change, zu Deutsch der zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaveränderungen mit Sitz in Genf, wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) und der World Meteorological Organization (WMO) gegründet, die ebenfalls zur Uno gehört. Der Inder Rajendra Kumar Pachauri ist seit Mai 2002 Vorsitzender des IPCC.

Der auch als Weltklimarat bezeichnete IPCC soll umfassend, objektiv und ergebnisoffen die wissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Informationen über den von Menschen verursachten Klimawandel bewerten. Das Gremium, dem Hunderte von Wissenschaftlern in aller Welt zuarbeiten, soll die Folgen und Risiken der Klimaveränderung abschätzen und ausloten, wie man sie abschwächen oder sich an sie anpassen kann.

Der IPCC führt keine eigenen Forschungsprojekte durch, sondern analysiert die Ergebnisse wissenschaftlicher Veröffentlichungen, die dem Peer-Review-Verfahren - der Prüfung von Fachartikeln durch unabhängige Gutachter - gefolgt sind. Mehr auf der Themenseite...

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