Von Axel Bojanowski
Ein mächtiger Eisberg hat die Küste der Antarktis gerammt. Der Aufprall habe ein schwaches Erdbeben ausgelöst und das Schelfeis bersten lassen, berichten Forscher der deutschen Forschungsstation "Neumayer III", die zehn Kilometer von der Kollisionsstelle entfernt liegt. Forscher haben den Moment der Kollision mit einem Unterwassermikrophon aufgezeichnet; es hängt einen Kilometer entfernt vom Ort des Zusammenstoßes unter dem Schelfeis im Wasser. Zum Anhören starten Sie die folgende Aufnahme.
Die Erschütterung mit der Energie von etwa acht Tonnen Sprengstoff habe das Schelfeis tief gespalten; ein zwei Kilometer langer Riss durchzöge nun das Eis nahe der Station, berichten die Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut (AWI). Eine Trasse für Forschungsfahrzeuge müsse nun umgeleitet werden. Vom Schelfeis sei ein 300 Meter langer und 700 Meter breiter Brocken abgebrochen. Der Zusammenstoß ereignete sich bereits am 11. Februar.
Die Forscher vor Ort hatten den Crash zunächst nicht bemerkt. Nur der Biophysiker Lars Kindermann vom AWI in Bremerhaven bemerkte, das etwas nicht stimmte. In sein Büro werden laufend die Unterwassergeräusche aus dem Südpolarmeer übertragen. Normalerweise hört Kindermann Wal- oder Robbengeräusche. "Am 11. Februar jedoch hörte ich auf einmal ein lautes Grollen", berichtet er SPIEGEL ONLINE.
Wissenschaftler haben den Weg des Eisbergs seit Monaten verfolgt. Wie ein gigantischer Flugzeugträger driftete der rund 400 Millionen Tonnen schwere Trumm mit der Größe von Bielefeld Tausende von Kilometern die Küste der Antarktis entlang. Mit bis zu 15 Kilometern am Tag habe sich der Eisberg schließlich der Küste genähert.
Forscher versuchen seit langem, die Drift von Eisbergen vorherzusagen. Schließlich stellen die riesigen Brocken eine Gefahr für die Schifffahrt dar. Die Messungen sind jedoch ernüchternd: Eisberge nähmen meist unvorhersehbare Wege, berichtet Hartmut Hellmer vom AWI.
Hellmer und seine Kollegen haben GPS-Sensoren auf Dutzenden Eisbergen nahe der Antarktis installiert. Mit Hubschraubern waren sie auf den Schollen gelandet und hatten Löcher ins Eis gebohrt, in denen sie GPS-Sender versenkten. Per Satellit können die AWI-Forscher die Drift der Eisklumpen seither verfolgen.
Überraschendes Ergebnis: Viele Eisberge folgen nicht wie lange vermutet der vorherrschenden Ost-West-Strömung um die Antarktis - manche scheren aus. Da Eisberge tief ins Meer ragen, hatte man angenommen, dass Meeresströme sie steuerten. Womöglich aber, meinen die Wissenschaftler, lenkten starke Winde vor der antarktischen Küste einige Eisberge ab.
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Genau BIELEFELD ist reine Erfindung ! Dort ist eine ultrageheime Kommadostelle des Weltklimarats untergebracht der Propaganda gegen Öl. Gas und arische Kohle betreibt. mehr...
Das schlimmste ist noch gar keinem aufgefallen: Da schreibt Herr Bojanowski in seinem Beitrag, der Eisberg sei von "der Größe von Bielefeld", dabei weiß doch nun inzwischen jeder, dass so etwas wie ein [...] mehr...
Röche die Fehlerstreuung nicht so sehr danach, dass die SPON-Redakteure noch nie ein SPIEGEL-Heft aus den seligen ersten vier SPIEGEL-Jahrzehnten in Händen hatten, bei denen man noch klammheimliche Freude verspüren konnte, wenn [...] mehr...
was ist das denn wenns kein schiff war?? http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/hintergrund/palaoa_wie_klingt_das_suedpolarmeer/eisklaenge/ ganz unten mehr...
Mit mir spricht da nur ne Frauenstimme und meldet mir keine Lust etwas zu sagen. Oder auf neudeutsch currently offline mehr...
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