Wellington - Eine internationale Wissenschaftlergruppe ist von einer sechswöchigen Expedition aus der Antarktis zurückgekehrt. Eine wichtige Botschaft: Es gibt effektive Methoden, um wichtige Daten über Wale zu sammeln - ohne sie zu töten. Kritiker Japans, das unter dem Vorwand der Forschung jedes Jahr Hunderte Wale erlegt und damit das seit 1986 geltende Walfangmoratorium unterläuft, dürften sich in ihrer Meinung bestärkt fühlen.
Die Forscher aus Australien, Frankreich und Neuseeland kehrten mit einer reichen Beute zurück: Sie zählten vorwiegend Buckelwale, machten unzählige Fotos, entnahmen Gewebeproben und statteten rund 30 Tiere mit Satellitensendern aus. Zudem beobachteten die Wissenschaftler die Wanderungen der Tiere im Pazifik. Es sei überflüssig, Wale zu Forschungszwecken zu töten, sagte auch der australische Umweltminister Peter Garrett, dessen Regierung das fünfjährige Programm initiiert hat. Es wird von der Internationalen Walfangkommission (IWC) unterstützt.
Ein Sprecher der japanischen Fischereibehörde in Tokio widersprach: Es gebe durchaus Daten, die man nur nach dem Tod der Wale erheben könne, sagte er - etwa das Alter, den Mageninhalt und die Fruchtbarkeit. Jährlich töten japanische Walfänger etwa tausend Tiere. Nach Angaben von Greenpeace hat Japan im Rahmen des angeblich wissenschaftlichen Walfangs in den vergangenen 22 Jahren mehr als 9000 Zwergwale getötet.
Tierschützer halten das Vorgehen Tokios für eine Farce, denn es ist ein offenes Geheimnis, dass Japan die getöteten Wale anschließend zum Verzehr freigibt. Immerhin hat das internationale Wissenschaftlerteam auch eine positive Nachricht: Die Forscher fanden Hinweise darauf, dass sich einige Buckelwalpopulationen wieder erholt haben. Allerdings sei die Zahl der Blauwale in der Antarktis um etwa zwei Prozent gesunken.
Vergangenen Freitag hatte die japanische Küstenwache einen neuseeländischen Walfanggegner festgenommen, weil das Mitglied der Tierschutzorganisation Sea Shepherd unbefugt ein japanisches Walfangschiff gestürmt habe.
cib/apn
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Selbst wenn wir mal davon ausgehen, dass die Beträge stimmen, wirklich beeindruckend wäre das nicht, eher ziemlich lächerlich. Denn das würde nur bestätigen was eigentlich sowieso klar ist: Dass das Ganze angesichts des Aufwands [...] mehr...
Nunja, lassen Sie sich vom "Zwerg" im Wal nicht täuschen, Zwergwale sind im Durchschnitt über 7m gross und an die 5t schwer, können aber auch mehr als 10m und 14t erreichen. Ein solches lebendig Tier zu handhaben und [...] mehr...
Die Japaner versuchen durch das Schlupfloch des sogenannten wissenschaftlichen Walfangs, ihre Fangaktionen vor der Welt zu rechtfertigen. Nach Abschluß der wissenschaftlichen Untersuchungen werden die getöteten Tiere jedoch in [...] mehr...
Es ist ein schöner Beweis dafür erbracht worden, dass es Forschungsarbeiten am lebenden Tier geben kann ohne große Quälereien durchzuführen. Die Japaner sind mit ihrer Begründung des Walfanges einmal mehr gescheitert!! mehr...
In der Wissenschaft gibt es ein relativ objektives Kriterium für den Output, den ein Forschungsgebiet liefert: Publikationen. Ob deren Anzahl direkt (oder sogar linear) mit dem Erkenntnisgewinn korreliert, darf zu recht [...] mehr...
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