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14.04.2010
 

Australien

Zwei Festnahmen nach Unfall am Great Barrier Reef

Schiffshavarie: Massive Schäden am Great Barrier Reef
Fotos
Great Barrier Reef Marine Park

Mit der Havarie des Frachters "Shen Neng 1" haben chinesische Seeleute schwere Schäden am Great Barrier Reef verursacht. Zwei von ihnen wurden jetzt von den australischen Behörden festgenommen, weil sie das fragile Ökosystem geschädigt haben sollen.

Brisbane - Australiens Behörden zeigen Härte: Wegen der Havarie des chinesischen Frachters "Shen Neng 1" am Great Barrier Reef sind der Kapitän des Schiffs, 47, und der zum Zeitpunkt des Unglücks wachhabende Offizier, 44, am Mittwoch festgenommen worden. Die Männer sollen am Donnerstag vor Gericht erscheinen, teilte die Polizei mit. Ihnen drohen Geld- und möglicherweise Haftstrafen.

Die beiden Seeleute sollen wegen der Schäden am größten Korallenriff der Welt zur Rechenschaft gezogen werden. Die "Shen Neng 1" war am 3. April mit voller Kraft auf das Riff gelaufen - mit 65.000 Tonnen Kohle an Bord und weitab der erlaubten Schifffahrtsstraße. Der havarierte Frachter wurde am Dienstag nach neun Tagen freigeschleppt. Ein zwischenzeitlich befürchteter großer Ölverlust ist ausgeblieben. Laut Schätzungen hatte das Schiff rund zwei von 950 Tonnen Treibstoff an Bord verloren.

Die Bilanz von Umweltforschern fiel trotzdem verheerend aus: Die "Shen Neng 1" habe eine rund drei Kilometer lange und bis zu 250 Meter breite Spur der Verwüstung in dem Riff hinterlassen, hieß es. Ein Teil der Korallen sei geradezu pulverisiert worden, berichtete der Chefwissenschaftler der für das Riff zuständigen Behörde, David Wachenfeld. Es werde vermutlich bis zu 20 Jahre brauchen, ehe sich die Korallen vollständig von den Schäden erholt hätten.

Nach Angaben des australischen Verkehrsministeriums haben in jüngster Zeit viele Frachter Abkürzungen durch das Korallenriff genommen. Ein in Panama registrierter Frachter war nur einen Tag nach dem Unfall der "Shen Neng 1" abseits der Schifffahrtsstraße gesichtet worden. Die Crew wurde ebenfalls festgenommen.

chs/dpa/apn

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Die neuesten Beiträge:
14.04.2010 von Plumplori: 20 Jahre Gemeinnützige Arbeit

..das wäre ein faires Urteil für die zwei Leichtmatrosen. mehr...

14.04.2010 von hman2: Diesel

Nun fahren Schiffe aber nicht mit Diesel, bzw. nur in Hafennähe. In internationalen Gewässern verfeuern sie Schweröl. ---Zitat--- fakt ist dass unser konsum auf jedenfall die umwelt weit mehr verschmutzt (wasser, co2, etc) [...] mehr...

14.04.2010 von PJ_Gordon: milchmädchenrechnung

das stimmt natürlich. aber diesel in die atmosphäre pusten um kohle zu verschiffen ist ja wie aus scheiße gold machen. und sonderlich groß war der frachter nicht! fakt ist dass unser konsum auf jedenfall die umwelt weit mehr [...] mehr...

14.04.2010 von Celegorm: ...

Das ist aber eine ziemliche Milchmädchenrechnung. Natürlich verbraucht ein Schiff, das 65'000t Kohle transportiert, mehr Treibstoff als ein durchschnittlicher Personenwagen, das einfach so in eine Art Relation zu stellen ist [...] mehr...

14.04.2010 von PJ_Gordon: viel schlimmer

schockierend an der geschichte mit dem tanker finde ich eigentlich dass so ein schiff mal kurz für die reise von australien nach china knapp 1000 tonnen diesel verfeuert. und die bevölkerung spart co2 mit 2 mal überlegen bevor man [...] mehr...

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Great Barrier Reef: Bedrohtes Weltnaturerbe

Das Riff

Das Great Barrier Reef an der Nordostküste Australiens ist das größte Korallenriff der Welt - und ein stark bedrohtes Weltnaturerbe. Das Riff gibt rund 14.000 Arten von Meerestieren Lebensraum. Es erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 200.000 Quadratkilometern - und ist damit fast dreimal so groß wie Bayern. Das Riff besteht aus mehr als 2900 Einzelriffen und 71 Koralleninseln.

Die Gefahren

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