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19.05.2010
 

Weltweiter Rekord

April war der wärmste seit Beginn der Messungen

Sonnenuntergang in Brandenburg: Auch in Deutschland war der April wärmer als üblichZur Großansicht
dpa

Sonnenuntergang in Brandenburg: Auch in Deutschland war der April wärmer als üblich

Forscher melden einen globalen Temperaturrekord: Der April war der wärmste seit mindestens 130 Jahren. Auch die Monate davor waren im weltweiten Durchschnitt extrem warm - in Deutschland gab es aber keine neuen Höchstmarken.

In diesem Jahr gab es den weltweit wärmsten je gemessenen April. Gleiches gilt für die Zeit von Januar bis April 2010: Noch nie wurden in diesem Zeitraum höhere globale Durchschnittstemperaturen gemessen als dieses Jahr. Das berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) am Mittwoch in Genf unter Berufung auf Daten der US-Klimabehörde NOAA. Auch in Deutschland war der April wärmer als üblich - und sonniger.

Nach Angaben der NOAA lag die Durchschnittstemperatur der Erde, kombiniert aus Land- und Ozeanoberfläche, im April bei 14,5 Grad Celsius. Das seien 0,76 Grad mehr als der Durchschnitt im vergangenen Jahrhundert. Dabei war die Oberflächentemperatur der Ozeane die höchste jemals in einem April gemessene, die Landtemperatur war die dritthöchste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880.

Für die Monate Januar bis April betrug die Temperatur 13,3 Grad oder 0,69 Grad mehr als der Jahrhundertdurchschnitt. Ungewöhnlich warm war es vor allem in Kanada, Alaska, im Osten der USA, Australien, Südasien, der Mongolei, Argentinien und Ostrussland.

Auch die Ausdehnung des arktischen Eises lag zum elften Mal hintereinander im April unter dem langjährigen Durchschnitt. Mit 14,7 Millionen Quadratkilometern war die vom Eis bedeckte Fläche 2,1 Prozent kleiner als im Mittel der Jahre 1979 bis 2000. Immerhin bedeutete das aber die größte Ausdehnung in einem April seit 2001, berichtet die NOAA.

Der April in Deutschland war sonnenreich und trocken

In Deutschland war der April sonnig und deutlich zu trocken, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Ausgerechnet die Osterfeiertage waren allerdings unbeständig und kühl. Deutlich schöner fielen die übrigen April-Wochenenden hierzulande aus.

Bundesweit fiel 60 Prozent weniger Niederschlag als üblich. Dafür schien die Sonne 43 Prozent länger als im April des Vergleichszeitraums 1961 bis 1990. Am meisten profitierte die Küstenregion von Ostfriesland bis nach Vorpommern mit den dazugehörigen Inseln.

Die Temperaturen lagen im April in Deutschland über dem Vergleichszeitraum 1961 bis 1990 - sie erreichten aber nicht den Rekordwert des Vorjahres, so der DWD. Mit 8,8 Grad war es sogar drei Grad kälter als im April 2009. Allerdings lag die Temperatur immer noch 1,4 Grad über dem Durchschnittswert von 7,4 Grad.

boj/dpa

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Rang Jahr Abweichung vom globalen Durchschnitt
1 2005 0,62 Grad
2 1998 0,60 Grad
3 2003 0,58 Grad
4 2002 0,57 Grad
5 2009 0,56 Grad
5 2006 0,56 Grad
7 2007 0,55 Grad
8 2004 0,54 Grad
9 2001 0,52 Grad
10 2008 0,48 Grad
10 1997 0,48 Grad
Quelle: National Climatic Data Center (Stand Jan. 2010)






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