Von Markus Becker
Die Folgen ihrer Aktivität auf den Ozeanen bekommen die Menschen schon heute zu spüren: Viele Speisefischarten sind extrem überfischt, beliebte Spezies wie etwa der Rote Thun sind inzwischen akut vom Aussterben bedroht. Schon jetzt warnen Forscher vor einem Kollaps der Fischerei bis zum Jahr 2050. Der Rückgang des Phytoplanktons könnte diese Situation noch verschärfen.
Der Kieler Fachmann Franke befürchtet deshalb auch, dass sich die größten Folgen in der Fischerei zeigen werden. "Wenn die Gesamtproduktivität der Ozeane um 40 Prozent sinkt, müssten die Erträge der Fischerei um mindestens den gleichen Wert zurückgehen", sagt Franke zu SPIEGEL ONLINE.
Der Ausfall der Meere als Nahrungsquelle ist nicht die einzige Gefahr, die den Menschen droht. Die Hälfte des von Pflanzen produzierten Sauerstoffs geht auf das Konto des Phytoplanktons. Seit langem messen Wissenschaftler einen zwar äußerst geringen, aber konstanten Rückgang des Sauerstoffanteils in der Luft. "Als Grund wurde bisher die Nutzung fossiler Brennstoffe diskutiert", sagt Worm. Möglicherweise müsse man jetzt auch den Phytoplankton-Rückgang in Betrachtung einbeziehen - auch wenn eine kleinere Biomasse nicht automatisch auch eine geringere Produktivität bedeuten müsse.
Zudem absorbiert Phytoplankton auch einen Teil der gewaltigen Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid, die jedes Jahr von den Ozeanen aufgenommen werden. Das Schwinden der kleinen Pflanzen könnte die Erwärmung auf diese Weise nochmals beschleunigen.
Studie: Temperaturen haben direkten Einfluss auf Artenvielfalt
In einer weiteren, ebenfalls in "Nature" veröffentlichten Studie kommt ein Forscherteam zu dem Ergebnis, dass die Wassertemperatur die Artenvielfalt auch unmittelbar beeinflusst. Derek Tittensor von der Dalhousie University und seine Kollegen haben die globale Verteilung von mehr als 11.000 Arten nachgezeichnet - vom mikroskopischen Zooplankton über Korallen, Robben und Haie bis hin zu Walen.
Dabei stellte sich heraus, dass die Artenvielfalt in den Meeren zwei fundamentalen Mustern folgt: An Küsten lebende Spezies erreichen die größte Diversität in Südostasien, während im offenen Ozean lebende Arten wie Thunfische und Wale eher in den mittleren Breitengraden ihre Hotspots haben.
Die Wissenschaftler prüften auch, ob die globalen Muster von Umwelteinflüssen abhängen. Am Ende blieb die Temperatur als einziger Faktor übrig, der mit der Verteilung aller 13 untersuchten Artengruppen in Zusammenhang steht. "Es ist erstaunlich, wie eindeutig die Temperatur an die Artenvielfalt gekoppelt ist", sagte Tittensor. "Die Erwärmung der Ozeane, etwa durch den Klimawandel, könnte die Verteilung des Lebens dort verändern."
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Bitte reden Sie keinen Schmarrn ohne a) den Artikel überhaupt gelesen und b) sich generell etwas mit dem Thema beschäftig zu haben. Scherz oder nicht, lesen Sie erst den Artikel... Fakt ist, es gibt Bakterien die Öl [...] mehr...
Vielleicht sollte man das restliche Erdöl der Welt nach und nach gut durchmischt und mit Düngezugaben in den Weltmeeren verteilen. Denn BP-nahe Wissenschaftler haben soeben in "Science" Bakterien beschrieben, die schnell [...] mehr...
Also nimmt definitiv der Plankton v e r l u s t - absolut gesehen - ab! Was soll damit nun Ihrer Meinung nach bewiesen werden, in Zeiten angeblich wachsender Menschheitsverbrechen ? mehr...
....und deshalb kann ich das hysterische Geschrei in Sachen Klimawandel nicht mehr hören. Der Mensch ist noch weit davon entfernt so etwas komplexes wie das Ökosystem "Erde" zu begreifen geschweige denn beschreiben zu [...] mehr...
Natürlich ist hier der Abfall un jährlich ein Prozent gemeint. Um mal bei der verwendeten Analogie zu bleiben: Wenn jemand täglich 1% seiner Wurst ißt, ißt er täglich weniger. Das ist doch nicht so schwer, oder? mehr...
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