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05.08.2010
 

Neuer Rekord

Tüftler und Student berechnen Pi auf fünf Billionen Ziffern

Zahlenwirrwarr: Die Kreiszahl Pi hat unendlich viele DezimalstellenZur Großansicht
AP

Zahlenwirrwarr: Die Kreiszahl Pi hat unendlich viele Dezimalstellen

Neuer Mathematik-Rekord: Ein amerikanischer Student und ein japanischer Tüftler haben nach eigenen Angaben die Kreiszahl Pi auf fünf Billionen Nachkommastellen genau berechnet - mit Hilfe von handelsüblichen Festplatten.

Tokio - Es ist eine Rekordjagd, die seit Jahrhunderten andauert. 250 vor Christus war der griechische Mathematiker Archimedes auf die Lösung eines Problems gestoßen: Was ist das Verhältnis zwischen Kreisumfang und Durchmesser des Kreises? Pi mal Daumen lautet die Antwort 22 geteilt durch 7. Das ist die erste bekannte Annäherung an die mathematische Kreiskonstante Pi.

Teilt man Umfang durch den Durchmesser eines Kreises, ergibt das eine Zahl, die mit 3,14159 beginnt, in Wahrheit aber niemals korrekt ausgedrückt werden kann, weil die Zahl der Nachkommastellen unendlich ist, ohne dass sich diese dabei wiederholen. Das ist der Grund, warum Pi vermutlich niemals an Faszination einbüßen, und warum die Kreiszahl immer ihreFans haben wird, die ihr so nahe wie möglich kommen wollen.

Zwei solcher Fans haben jetzt - zumindest nach eigenen Angaben - einen neuen Pi-Rekord aufgestellt. Sie wollen innerhalb von 90 Tagen ganze fünf Billionen Dezimalstellen der Kreiszahl berechnet haben. Er habe aus handelsüblichen Festplatten den nötigen Computer zusammengebaut, erklärte der 54-jährige Japaner Shigeru Kondo. Geholfen habe ihm dabei ein Informatikstudent aus den USA: Alexander Yee habe das für die Berechnung der mathematischen Konstante nötige Programm geschrieben. "Einer alleine hätte die Ergebnisse nicht errechnen können", sagte der Japaner, der mit seinem Kollegen nur über Emails korrespondierte.

Den bisherigen Rekord bei der Errechnung der Zahl hielt seit Jahresbeginn der Franzose Fabrice Bellard, der Pi auf 2,7 Billionen Dezimalstellen genau ermittelt hatte. Das waren 123 Milliarden Stellen mehr als der vorherige Rekordhalter, der japanische Professor Daisuke Takahashi, vorweisen konnte. Bellards PC benötigte mehr als hundert Tage für die Berechnung.

cib/AFP

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Die neuesten Beiträge:
06.08.2010 von sappelkopp: Hilfe!

Ich bin ein praktischer Mensch, die Theorie liegt mir nicht. Aber bitte dann noch mal für mich, wo ist die praktische Anwendung. Warum macht jemand soetwas sinnloses? Und, wenn sie das wenigstens im Kopf errechnet haben, mit dem [...] mehr...

06.08.2010 von mavoe: Kryptographie

Wir Physiker arbeiten daran. Quantenkryptografie. DA kann dann wirklich kein allerschnellster Computer der Welt irgendeinen mathematischen Algorithmus zurückverfolgen :) mehr...

06.08.2010 von mavoe: Mathematik

Mathematiker haben zuallererst ein Axiomsystem, welches a priori dasteht. Der Rest ist logische Schlussfolgerung und dann kommt der Beweis. (Lassen wir mal Russel aus dem Spiel). Reine Geisteswissenschaft. Was die aber dadurch [...] mehr...

06.08.2010 von Er-Murazor: Da habe ich ja eine schöne Diskussion losgetreten...

... zwischen Physikern und Mathematikern. Wenigstens kommt dann etwas Leben in diesen Thread :-) Aber noch einmal meine Kernfrage an die Mathematiker. Welchen Wert hat eine Theorie, welche nicht experimentell überprüft werden [...] mehr...

06.08.2010 von saul7: ++

Eine bescheidene Frage- ohne die Leistung der beiden Tüftler infrage zu stellen- was hat das für einen praktischen Nutzwert? mehr...

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