Islamabad - Sanft windet sich der Strom durch das Land, eine feine blaue Linie mal breiter, mal schmaler. Grün ist die Umgebung, fruchtbar das Land - das Satellitenbild vom 10. Juli 2010 zeigt von weit oben eine Idylle.
Einen Monat später stehen große Wolken über dem Land, und in den Flächen dazwischen ist die feine blaue Linie ein breites Band der Zerstörung geworden. An einigen Stellen 20, 30 Kilometer breit, flutet das Wasser die Landschaft - und der Zuschauer ahnt auf den ersten Blick, welch grausames Werk die Natur in weiten Teilen Pakistans in diesen Tagen verrichtet.
Mehrere Aufnahmen, die die Nasa in diesen Tagen veröffentlicht, machen auf drastische Weise das Ausmaß der Überschwemmungen in dem Land klar. Teilweise liegen nur drei Tage zwischen den Aufnahmen. Drei Tage, in denen Flüsse auf ein Vielfaches angeschwollen sind und den Menschen keinen Platz mehr zum Leben gelassen haben. Bis zu 20 Millionen sind von den katastrophalen Überflutungen betroffen, ungefähr ein Fünftel des Landes steht unter Wasser - das entspricht in etwa der halben Fläche Deutschlands.
Sukkur ist auf den Aufnahmen zum Beispiel zu sehen, eine Stadt mit Hunderttausenden Einwohnern am Indus (zur Lage der gezeigten Städte siehe Karte links). Der Fluss zwängt sich an der schmalsten Stelle auf wenigen hundert Metern Breite am Zentrum vorbei, auf ein Stauwerk zu. Dieses Stauwerk hält bisher. Aber die Satellitenbilder zeigen, wie der Fluss in der Umgebung der Stadt angeschwollen ist. Auf einer Nahaufnahme von Sukkur (mehr auf Wikipedia...) sieht es erst aus, als hätte sich im Norden der Stadt ein riesiger Stausee gebildet - auf einer entfernteren Aufnahme kapiert man dann: Es ist kein einfacher See, sondern der Indus ist auf einer Länge von Hunderten Kilometern über seine Ufer getreten und auf eine enorme Breite gewachsen.
Auch in Khewali hat sich die Katastrophe besonders dramatisch ausgewirkt. Hier hat das Guddu-Stauwerk, das Wasser zu den Feldern des Sindh-Distrikts führt, den Indus regelrecht eingeschnürt. Nun hat sich der Strom befreit - und große Teile Khewalis unter Wasser gesetzt.
Andere Vergleichsbilder der Nasa zeigen Jacobabad (mehr auf Wikipedia...) im Fokus. Nordwestlich der Stadt hat der Indus große landwirtschaftliche Gebiete in Seenlandschaften verwandelt. Dass die Folgen der Flut hier so verheerend sind, liegt nach einem Bericht des US-Magazins "National Geographic" auch an der jahrzehntelangen Bewirtschaftung. Kanal- und Dammbau haben die Fähigkeit des Indus geschmälert, in langen Monsunperioden größere Mengen an Wasser abzuführen.
Nun sind riesige landwirtschaftliche Flächen unbrauchbar geworden, was nach Einschätzung von Behörden zu Nahrungsmittelknappheit führen wird - auch in Regionen, die bisher nicht direkt von der Flut betroffen sind. Die Saatphase im Herbst ist gefährdet, so dass sich die Lebensmittelkrise bis 2011 ziehen könnte.
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Sie haben sich nicht seriös mit HAARP befasst. Das Ding kann vielleicht keine Schulen bauen – es kann aber den Lernstoff direkt in die Hirne transferieren. So etwas altmodisch wie Schulen brauchen wir dann gar nicht mehr. mehr...
Bun, was immer HAARP auch sei. Haarp kann keine Schulen bauen. IN Pakistan sind 10000 Schulen, so die aktuellen Angaben zerstört. Wie man liest will die BW/Bundesregierung, auf besonderen Wunsch des US Präsidenten, die [...] mehr...
Endlich deckt jemand diese finstere Verschwörung auf. Danke! Gut, dass wir noch nicht "HAARP" infiziert sind – oder sind wir es doch und merken es nicht einmal? mehr...
...daß Verschwörungstheorien Sie irgendwie erregen ? Eine bessere Erklärung finde ich leider für Ihre geistigen Ergüsse nicht. Vielleicht kann HAARP ja auch die Lottoziehung beeinflussen (würde jedenfalls erklären, warum ich [...] mehr...
Kaschmir liegt nicht zwischen Indien und Pakistan und könnte daher auch als unabhängiger Staat keinen Puffer zwischen den Erbfeinden bilden. http://de.wikipedia.org/wiki/Kaschmir#Geographie mehr...
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