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20.08.2010
 

380 Millionen Eier zurückgerufen

Tausende Salmonellen-Infektionen in den USA

Hühner: Eier von Tieren, die mit Salmonellen infiziert sind, machen krank.Zur Großansicht
AP

Hühner: Eier von Tieren, die mit Salmonellen infiziert sind, machen krank.

Gefahr im Ei: Etwa 2000 US-Bürger haben sich mit Salmonellen infiziert, die Behörden erwarten weitere Fälle. 380 Millionen Eier sollen vom Markt verschwinden. Eine Firma aus Iowa gilt als Quelle. Nagetiere haben die Bakterien anscheinend in ihren Fabriken verbreitet.

Washington - In den USA haben sich rund 2000 Menschen mit Salmonellen infiziert. Die Bakterien können schwere Durchfallerkrankungen auslösen, bei älteren Menschen und Kindern kann der Flüssigkeitsverlust lebensgefährlich werden. Die Behörden in den USA befürchten weitere Krankheitsfälle, Todesfälle wurden bisher aber nicht bekannt.

Die Salmonellen-Infektionen werden auf den Verzehr von Eiern der Firma Wright County Egg aus Iowa zurückgeführt. Am Mittwoch wurde deshalb angeordnet, 380 Millionen Eier der Firma vom Markt zu nehmen. Es handele sich um einen der größten Rückrufe von Eiern in der jüngeren Geschichte des Landes, sagte Sherri McGarry von der Statistikabteilung der US-Lebensmittelbehörde FDA. Eier, die zwischen dem 13. Mai und dem 16. August landesweit ausgelieferten worden seien, sollten entsorgt werden, mahnte Wright County Egg. Vermutlich hätten erkrankte Nagetiere die Bakterien in mehreren Fabriken verbreitet.

Von Mai bis Juli waren in den USA etwa 2000 Salmonellen-Infektionen gemeldet worden, die auf Salmonellen aus Eiern der Firma Wright County Egg zurückgeführt werden könnten, sagte Christopher Braden von der US-Seuchenkontrollbehörde CDC. Dies seien 1300 Fälle mehr als üblich. Erkrankungen, die seit Mitte Juli auftraten, seien aber möglicherweise noch gar nicht gemeldet worden.

Die FDA erklärte, viele Erkrankungen hätten verhindert werden können, wenn neue Vorgaben für die Eierproduktion einige Monate früher in Kraft getreten wären. Die neuen Regeln, die mehr Tests und andere Vorsichtsmaßnahmen vorsehen, gelten seit Juli.

Die Eier wurden in unterschiedlichen Verpackungen und unter verschiedenen Herstellernamen im ganzen Land verkauft. Die Ermittlungen der Behörden konzentrieren sich auf Restaurants in Kalifornien, Colorado, Minnesota und North Carolina, in denen Speisen mit den verdächtigen Eiern angeboten wurden.

Der Eigentümer des Unternehmens aus Iowa wurde bereits in der Vergangenheit mehrmals wegen Verstößen gegen Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen verwarnt.

boj/AP/AFP

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