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27.08.2010
 

Indonesien

Tauchroboter entdecken bizarre Meeresbewohner

Foto: AP / NOAA

Die Meeresforscher machten reiche Beute. Bei einer Expedition vor Indonesien sind Dutzende bisher unbekannte Tiere vor die Kameras der Tauchroboter geschwommen: darunter tellergroße Seespinnen und bizarre fleischfressende Schwämme.

Die Meere besitzen einen schier unerschöpflichen Vorrat an Leben, das bisher noch kein Mensch gesehen hat - selbst in Gebieten, die von Menschen stark frequentiert werden. Wo Forscher auch hinsehen, überall entdecken sie bisher unbekannte Arten. Die "Index 2010"-Mission der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA bildet da keine Ausnahme.

Mit Hilfe von Tauchrobotern sind den Wissenschaftlern vor der Küste Indonesiens zahlreiche spektakuläre Aufnahmen von teils bizarren Meeresbewohnern gelungen - darunter tellergroße Seespinnen, auf dem Meeresboden umherlaufende Fische sowie stachlige, offenbar fleischfressende Schwämme. Man habe Dutzende neue Tier- und Pflanzenarten dokumentiert, teilte die NOAA mit.

Bei ihrer dreiwöchigen Expedition nahmen die Wissenschaftler mehr als 100 Stunden Videomaterial und rund 100.000 Fotos auf. Laut Verena Tunnicliffe von der kanadischen University of Victoria bieten die Bilder einen außergewöhnlichen Einblick in eines der komplexesten und am wenigsten bekannten Meeresökosysteme der Erde. "Gestielte Seelilien kamen einst überall im Ozean vor, sowohl im flachen als auch im tiefen Wasser", sagte Tunnicliffe. "Ich habe in meiner gesamten Laufbahn nur wenige gesehen. Aber auf dieser Expedition haben wir sie in erstaunlicher Vielfalt angetroffen."


Auch Seespinnen waren für die Professorin keine Unbekannten - in Größen von rund zweieinhalb Zentimeter. Auf der "Index 2010"-Mission aber haben die Forscher Seespinnen mit Durchmessern von 20 Zentimetern und mehr entdeckt. Ein anderes Tier sah aus wie eine Blume mit gläsernen Stacheln - die Forscher vermuten, dass es sich um einen fleischfressenden Schwamm handelt. Die rosaroten, mit klebrigem Gewebe bedeckten Nadeln schienen vorbeischwimmende Beute zu fangen.

Timothy Shank von der Woods Hole Oceanographic Institution im US-Bundesstaat Massachusetts sagte, sein Team habe bisher mehr als 150.000 hochauflösende Einzelbilder aus den Videoaufnahmen analysiert. Sie waren bei der Untersuchung von rund 54.000 Quadratmetern Meeresboden vor Nordindonesien entstanden - in Tiefen von 240 bis 1600 Metern. "Ich glaube, dass wir mindestens 40 neue Tiefseekorallenarten und 50 weitere unbekannte Spezies gefunden haben, darunter Garnelen, Krebse, Schwämme, Muscheln, Seepocken, Anemonen und Seegurken."

Bis die Entdeckung einer neuen Art allerdings bestätigt ist, kann es lange dauern. Die Begutachtung durch Fachkollegen und weitere Schritte nehmen mitunter Jahre in Anspruch. Erst vor kurzem haben Wissenschaftler des Großprojekts "Census of Marine Life" den bisher umfassendsten Katalog des Lebens in den Weltmeeren veröffentlicht. Die Datenbank umfasst inzwischen rund 185.000 Arten.

mbe/AP

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insgesamt 7 Beiträge zum Forum...
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01.09.2010 von olaf m.: Oha...

"Hallo Herr Olaf, was heisst denn nun wieder 'well on'. Lebe seit ueber 20 Jahren ausserhalb von Deutschland (jetzt in UK) und beobachte wie sich die deutsche Sprache aendert. Aber 'well on' ist mir noch nicht uber den Weg [...] mehr...

29.08.2010 von ralfmu: Text zum Video

Wer hat sich denn den Begleittext ausgedacht? Ist selbst beim Betrachten niemandem aufgefallen, dass Dumbo die Flossen am Hinterleib und nicht am Kopf hat? mehr...

29.08.2010 von tommm: ...

Na ist doch ganz klar: Es ist eine Anspielung auf die Ölkatastrophe! "Brunnen an!" ;) mehr...

29.08.2010 von yanasa: Glück auf????????

Lebe in den USA - und zumindest in Texas kennt man auch kein 'well on'. Ist damit vielleicht Glück auf gemeint?????? (eine andere Erklärung kann ich mir beim besten Willen nicht aus den Fingern saugen....) mehr...

28.08.2010 von Fritz13: Well on ??

Na ja - wer persönlich keine Tiefe kennt, hat wenig Anlass, außerhalb seiner selbst danach zu suchen. Und innerhalb seiner selbst noch weniger. Well on.[/QUOTE] Hallo Herr Olaf, was heisst denn nun wieder "well [...] mehr...

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