Artenschutz Seltener Albino-Orang-Utan soll auf eine künstliche Insel

Ende April wurde ein Albino-Orang-Utan entdeckt. Zu seinem Schutz soll das Tier jetzt auf einer eigenen künstlichen Insel ausgewildert werden.

Der Albino-Orang-Utan Alba
BOSF/ EPA/ REX/ Shutterstock

Der Albino-Orang-Utan Alba


Sie ist der vielleicht einzige wildlebende Albino-Orang-Utan der Welt: Nun soll Affendame Alba in Indonesien eine eigene künstliche Insel bekommen. Damit wollen Tierschützer das Tier vor Wilderern und der Zerstörung seines Lebensraums schützen. Das teilte die Organisation Borneo Orangutan Survival (BOS) mit.

Das weiß bis hellblond gefärbte, fünf Jahre alte Weibchen war bis April von Bewohnern der Insel Borneo gehalten worden und anschließend in ein Tierheim gekommen.

Die Tierschützer wollen einen Wassergraben um ein mindestens fünf Hektar großes Areal ziehen, um die künstliche Insel zu schaffen, teilten sie mit. Ein spezielles Team werde das Gebiet rund um die Uhr überwachen und schützen, sagte ein BOS-Sprecher. "Unser Plan ist, noch vor Jahresende mit dem Bau der Insel zu beginnen, sobald wir genügend Geld gesammelt haben."

Alba werde mit drei weiteren Orang-Utans auf der Insel leben. Dort könne sie "frei in ihrem natürlichen Lebensraum leben, aber zugleich geschützt vor Bedrohungen durch den Menschen", hieß es. Auch ihr Albinismus gefährdet Albas Überleben: Sie kann schlechter sehen und hören als ihre Artgenossen und ist anfällig für Hautkrebs.

Die Geschichte von Alba im Video (Archiv)

REUTERS

Schätzungen zufolge leben in Indonesien - wozu auch ein Teil der Insel Borneo gehört - nur noch zwischen 45.000 und 65.000 Orang-Utans. Wegen rapide voranschreitender Abholzung könnte ihre tatsächliche Zahl aber auch darunter liegen.

brt/dpa



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