Frankreich Seltene Albino-Schildkröte geschlüpft

Ein Sorgenkind namens Hoffnung: In Frankreich ist eine sehr seltene Albino-Schildkröte geschlüpft. Die Pfleger tauften sie auf den Namen Hope und zeigen ihre ersten Schritte in Bildern.

AFP

Sie war bei der Geburt gerade mal drei Zentimeter groß und wog 14 Gramm: In einem Tierpark in Südfrankreich ist eine äußerst seltene Albino-Schildkröte geschlüpft. Das weiße Tier erblickte vor gut einem Monat in Sorède in der Region Languedoc-Roussillon das Licht der Welt, wie der Tierparkt "Vallée de Tortues" (übersetzt "Tal der Schildkröten") mitteilte.

Die Pfleger haben die Griechische Landschildkröte auf den Namen Hope (Hoffnung) getauft. Ausgewachsen erreichen Griechische Landschildkröten eine Länge von 15 Zentimetern und können 1,5 Kilo schwer werden.

Besucher können Hope derzeit allerdings nur sporadisch beobachten. Die kleine Schildkröte darf maximal ein bis zwei Stunden am Tag in ihr Terrarium im Besucherbereich. Die restliche Zeit verbringt sie im Büro einer Mitarbeiterin des Tierparks.

Extrem lichtempfindlich

Die kleine Schildkröte ist aufgrund ihrer hellen Farbe besonders schutzbedürftig. Albinos können genetisch bedingt nur wenige oder gar keine Farbpigmente herstellen. Dadurch sind sie besonders lichtempfindlich. Hope hat laut Auskunft des Tierparks eine extreme Form dieser angeborenen Veränderung.

Ihr Körper ist nicht in der Lage, sogenannte Melanine zu produzieren, die ihrem Panzer und ihrer Haut eine rötliche, braune und schwarze Farbe verleihen würden. So bleiben Schildkrötenhaut und -panzer beinahe völlig farblos - das Sonnenlicht kann tief in das Gewebe eindringen.

Albinismus sei bei Schildkröten besonders selten, heißt es in der Mitteilung des Tierparks. Während durchschnittlich einer von 20.000 Menschen mit der auffälligen Pigmentstörung geboren wird, ist es bei den gepanzerten Reptilien lediglich eines von einer Million.

Hope gehört zur Unterart Boettgeri der griechischen Landschildkröten. Normalerweise haben die Tiere einen gelblich gefärbten Panzer mit schwarzen Flecken. Der Kopf ist bräunlich-schwarz gefärbt. Im Vergleich zu anderen Griechischen Landschildkröten ist die Unterart etwas blasser gefärbt und hat einen etwas flacheren Panzer.

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jme/AFP



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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
h.weidmann 14.10.2015
1.
Das ist kein echter Albino. Albinos haben eine unpigmentierte Iris (rote Augen). Ist wohl eher eine Form von Hypomelanismus, was ihre Überlebenschancen erhöht. Alles Gute Hope!
lavama 15.10.2015
2.
Zitat von h.weidmannDas ist kein echter Albino. Albinos haben eine unpigmentierte Iris (rote Augen). Ist wohl eher eine Form von Hypomelanismus, was ihre Überlebenschancen erhöht. Alles Gute Hope!
Albinismus gibt es nicht nur bei Menschen in unterschiedlicher Ausprägung. Albinismus ist nicht zwingend reinweiß mit rosa Augen. Und seid wann erhöht eine Aufhellung der äusseren Erscheinung bei Arten in nicht entspechenden Biotopen/Nischen die Überlebenschance? Griechische Landschildkröten werden in den seltensten Fällen wohl in einer solch hellen Umgebung leben - dort dürften eher sand-, braun-, grünartige Farbtöne. Da ist so eine Erscheinung eher kontraproduktiv.
h.weidmann 15.10.2015
3.
Zitat von lavamaAlbinismus gibt es nicht nur bei Menschen in unterschiedlicher Ausprägung. Albinismus ist nicht zwingend reinweiß mit rosa Augen. Und seid wann erhöht eine Aufhellung der äusseren Erscheinung bei Arten in nicht entspechenden Biotopen/Nischen die Überlebenschance? Griechische Landschildkröten werden in den seltensten Fällen wohl in einer solch hellen Umgebung leben - dort dürften eher sand-, braun-, grünartige Farbtöne. Da ist so eine Erscheinung eher kontraproduktiv.
Ich meinte höhere Überlebenschancen im Vergleich zuim echten Albinismus, der oft mit Veränderungen an weiteren Genen einhergeht. Schauen Sie sich doch mal an, was alles so an Schlangen mit Farbvariationen existiert. Das sind verschiedene Formen von Hypomelanismus und keine echten Albinos.
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