Alle Federn weg Nackter Pinguin im Taucheranzug

Ralph hat mehr Federn lassen müssen, als ihm lieb war. An einem einzigen Tag verlor der Pinguin aus einem britischen Wildtierpark seine komplettes Kleid. Doch die erfinderischen Pfleger hatten eine brillante Idee.


Miese Mauser: Normalerweise erneuert sich das Federkleid von Pinguinen in vier bis sechs Wochen. Nicht so bei Pinguin Ralph aus dem Wildtierpark Marwell Wildlife im britischen Hampshire: Er verlor innerhalb eines einzigen Tages alle seine Federn.

Wie die BBC berichtet, hatten die Pfleger Sorge, dass sich der neunjährige Humboldt-Pinguin einen Sonnenbrand holen oder sich unterkühlen könnte. Unter ihrem dichten Federkleid, das sich normalerweise nach Aufzucht von Nachwuchs erneuert, haben die Tiere eine sehr empfindliche rosige Haut.

Die Park-Mitarbeiter bastelten Ralph nach dem Mauser-Malheur einen Schutzanzug aus dem Bein eines Taucheranzugs. Noch zwei Löcher für die Flossen hineingeschnitten, und schon konnten die Pfleger dem Pinguin die neue Schutzhülle überstülpen.

Ralph kommt offenbar gut zurecht mit der ungewöhnlichen Bekleidung: "Es scheint ihn nicht zu stören", sagte Pfleger David Schofield. "Er kann sich darin ganz normal bewegen und auch schwimmen."

Auch seinen Artgenossen fällt Ralphs ungewöhnliches Outfit gar nicht mehr auf: "Zuerst waren die anderen Pinguine schon etwas neugierig", sagt Schofield. "Doch es dauerte nicht lange, bis sie Ralph erkannten und so akzeptierten." Zwei bis drei Wochen wird Ralph den Taucheranzug anbehalten müssen - so lange brauchen seine Federn zum Nachwachsen.

lub



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