Antarktis Geologen finden Hinweise auf Diamanten

In der eisigen Antarktis befinden sich wahrscheinlich Lagerstätten von Diamanten. Dies folgern Geoforscher aus einer detaillierten Analyse von Gestein im Osten des Kontinents. Ein Abbau wäre frühestens im Jahr 2041 möglich.

Antarktische Küste mit erloschenem Vulkan: Edelsteine unterm Eis?
Picture Alliance/ Hinrich Bäsem

Antarktische Küste mit erloschenem Vulkan: Edelsteine unterm Eis?


Sydney - Der Streit um Bodenschätze in der Arktis ist bereits in vollem Gange. Nun könnte eine Studie neue Begehrlichkeiten auf der anderen Seite der Erde wecken. In der Antarktis lagern womöglich Diamanten, berichten Gregory Yaxley von der Australian National University und seine Kollegen im Fachblatt "Nature Communications". Die Geowissenschaftler entdeckten in den Prince Charles Mountains im Osten des Kontinents Kimberlit-Gestein, das Diamanten enthalten kann.

Diamanten entstehen unter ungeheurem Druck und starker Hitze im Erdmantel in mindestens 150 Kilometern Tiefe. Durch vulkanische Aktivitäten können sie nach oben in die Erdkruste gelangen. Meist finden sie sich in magmatischem Kimberlit-Gestein. Dieses wurde auf allen größeren Kontinenten gefunden, in die sich der Urkontinent Gondwana aufspaltete - in Afrika, Indien, Südamerika und Australien, nicht aber in der Antarktis.

Die Forscher um Gregory Yaxley berichten nun von drei Kimberlit-Proben, die von den Südosthängen des Mount Meredith im Norden der Prince Charles Mountains stammen. Das Gestein ist etwa 120 Millionen Jahre alt. Zu jener Zeit drifteten der indische Subkontinent und Australien-Antarktis auseinander, wobei der Vorläufer des Indischen Ozeans entstand. Bei diesem tektonischen Prozess drang das Kimberlit-Gestein offenbar entlang des 700 Kilometer langen Lambert-Grabens, wo die Erdkruste besonders dünn ist, an die Oberfläche.

"Wir haben nur Gestein entdeckt, das häufig Diamanten enthält", betonte Robert Larter vom British Antarctic Survey. Diamanten seien nicht gefunden worden.

Durchs Madrider Protokoll geschützt

Das 1991 abgeschlossene Madrider Protokoll verbietet die Förderung von Bodenschätzen in der Antarktis bis zum Jahr 2041. Der Fund erhöht aber womöglich das kommerzielle Interesse an der Ausbeutung des Kontinents. Die Unterzeichner des Antarktis-Vertrags könnten sich beispielsweise mehrheitlich darauf einigen, dass ab 2041 Bodenschätze gefördert werden dürfen. Umweltschützer haben dagegen große Bedenken.

"Wir wissen nicht, was die Vertragspartner im Jahr 2041 über den Abbau von Bodenschätzen denken und welche Technologien dann existieren, die eine Förderung von Mineralien in der Antarktis ökonomisch interessant machen könnten", sagte Kevin Hughes vom Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR). Ein weiteres Problem seien Länder, die das Antarktis-Protokoll nicht unterschrieben hätten. Diese seien nicht daran gebunden.

hda/dpa

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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
mischamai 18.12.2013
1. Geologen
Nicht alles was möglich ist sollte vergewaltigt werden.Diese Klunker sollte man da lassen wo sie hingehören.Gerade als Geologe hat man eine Verantwortung zu unserer Erde.
outsider-realist 18.12.2013
2.
In solchen Gegenden sollte man nach gar nichts suchen, was gefördert werden könnte. Jede Erfolgsmeldung dieser Art betrübt mich.
Haywood Ublomey 18.12.2013
3. Für technische Zwecke
ist man heute nicht mehr auf Naturdiamanten angewiesen. Es könnte als wirklich nur um „Klunkern“ gehen –*man kann hoffen, daß das Abkommen von Madrid nicht für solchen Quatsch geopfert wird. Allerdings ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis dort auch „strategische Rohstoffe“ entdeckt werden, und das wird ein Hauen und Stechen geben.
Baribal 18.12.2013
4. optional
Für Schmucksteine gibt es die von DeBeers künstlich knapp gehaltenen Naturdiamanten, dafür wäre ein Abbau in der Antarktis also nicht nötig. Für industrielle Anwendungen gibt es synthetische Diamanten, dafür ist ein Abbau in der Antarktis also auch nicht nötig. Warum also nicht zur Abwechslung einfach mal nicht abbauen?
mercury13 18.12.2013
5. Immer weite rmit dem Raubbau.
Menschen sind wirlich die ärgste Krankheit, die dieser Planet je hatte. An Dummheit und Gier werden wir untergehen. Lasst die Diamanten endlich mal liegen, die Reichen haben genug davon, Fifi hat sein 100. Halsband schon!!!! Wie monumental blöd kann man sein, wie lange und oft denken wir noch davon zu kommen?
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