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Feststeckende Antarktis-Reisende: Polar-Kreuzfahrer hoffen auf den Schneedrachen

AP/ Australasian Antarctic Expedition/ Footloose Fotography, Andrew Peacock

74 Menschen harren seit Weihnachten an Bord der "Akademik Shokalskiy" in der Antarktis aus. Die guten Nachrichten: Der Blizzard ist überstanden, und ein chinesischer Eisbrecher nähert sich. Die schlechte: Das Polareis um das Schiff hat sich deutlich ausgedehnt.

Sydney/Hamburg - Seit dem ersten Weihnachtstag sitzt das Expeditionsschiff MV "Akademik Shokalskiy" im Polareis am Rand der Antarktis fest. Nun naht Rettung für die 74 Menschen an Bord. Am Freitag soll ein chinesischer Eisbrecher das Schiff erreichen, wie die australische Seesicherheitsbehörde berichtete.

Doch für die herannahende "Snow Dragon" dürfte es nicht leicht werden. Neue Eisbildung macht die Rettung komplizierter: "Wir haben gerade gehört, dass der chinesische Eisbrecher 20 Kilometer entfernt ist", sagte Expeditionsleiter Chris Turney in einer Videobotschaft. "Die schlechte Nachricht ist, dass dies etwa die Distanz ist, über die sich das Eis von unserem Schiff aus erstreckt." Damit ist die Eisfläche um das Schiff herum um ein Vielfaches gewachsen. Als die "Shokalskiy" steckenblieb, waren es nur zwei Kilometer bis zum offenen Meer.

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Polarschiff in Seenot: Banges Warten auf Hilfe
Gleichzeitig haben sich die Wetterbedingungen verbessert. Wie Turney berichtet, hat sich der Blizzard verzogen und der Wind gelegt. "Das sind phantastische Nachrichten."

Die "Shokalskiy" ist ein für kommerzielle Polarfahrten ausgebautes russisches Expeditionsschiff. Bei den Personen an Bord handelt es sich um Touristen, Forscher und die Besatzung. Die Truppe ist auf den Spuren des Polarforschers Sir Douglas Mawson unterwegs.

Der unfreiwillige Stopp scheint die Laune der Mawson-Truppe nicht zu trüben. Unter dem Stichwort #spiritofmawson hält der Expeditionsleiter die Außenwelt über soziale Netzwerke wie Twitter und Google+ auf dem Laufenden. Nun, da das Wetter besser sei, gebe es "einen Wahnsinns-Blick", sagte Turney über Skype der BBC. Sie hätten auch schon Pinguine gesehen. "Die haben sich bestimmt gefragt, was zum Teufel ich hier mache."

gam/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Touristen in der Arktis...
bluebill 27.12.2013
Wer sich ohne Not in solche Gefahren begibt, muss eben mit dem Risiko leben. Mein Mitleid hält sich im Rahmen. Selber schuld, wenn diese Leute auf der Jagd nach dem ultimativen Kick unbedingt ins Packeis schippern müssen. Wer aktive Polarforschung betreibt oder auf einem solchen Schiff arbeitet, weiß sowieso, was auf ihn zukommt.
2. Hochmut kommt vor dem Fall
siegfried963 27.12.2013
Zitat von bluebillWer sich ohne Not in solche Gefahren begibt, muss eben mit dem Risiko leben. Mein Mitleid hält sich im Rahmen. Selber schuld, wenn diese Leute auf der Jagd nach dem ultimativen Kick unbedingt ins Packeis schippern müssen. Wer aktive Polarforschung betreibt oder auf einem solchen Schiff arbeitet, weiß sowieso, was auf ihn zukommt.
Wer sich nicht richtig informiert über den Unterschied zwischen Arktis und Antarktis, muss eben mit diesem Risiko leben. Mein Mitleid hält sich im Rahmen. Selber Schuld, wenn solche Leute in der Schule nicht aufgepasst haben oder ihre Erziehung nicht erfolgreich war, da sie unbedingt ins Unglück schippern müssen. Wer aktives Lernen betreibt oder auf Mitgefühl setzt, weiss sowieso, was auf ihn zukommt.
3. Doppelgauner
lwhiplack1969 31.12.2013
bluebill und siegfried mir ist es wurscht in welchen Grenzen sich Déin Mitleid im doppeltem Rahmen bewegt, ich bin ein Dreifachdepp, angenehm Ihr beiden auch?
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