Antarktis: Ozonloch schließt sich langsam wieder

Es ist ein positives Signal, das zeigt, welche Wirkung internationaler Umweltschutz haben kann: Die Ozonschicht erholt sich langsam wieder. Auch das Ozonloch im antarktischen Winter hat etwas an Ausdehnung verloren.

Ozonloch über der Antarktis: Satelliten überwachen die Entwicklung der schützenden Schicht Zur Großansicht
NASA

Ozonloch über der Antarktis: Satelliten überwachen die Entwicklung der schützenden Schicht

Das Ozonloch über der Antarktis ist so klein wie seit fünf Jahren nicht mehr. Das berichtet das neuseeländische Institut für Wasser- und Atmosphärenforschung (NIWA). "Dies könnten Anzeichen sein, dass wir den Beginn einer Erholung (der Ozonschicht) sehen", sagte Wissenschaftler Stephen Wood.

Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und andere chemische Substanzen hatten in 20 Kilometern Höhe riesige Löcher in die schützende Schicht gerissen, die einen Teil der UV-Strahlung von der Erde abhält. Im Jahr 1987 verpflichteten sich die Staaten der Welt im Montreal-Protokoll, dem weiteren Abbau entgegenzuwirken. Die Herstellung und Verwendung von FCKW und weiterer problematischer Substanzen wurde verboten.

Inzwischen scheint sich die Ozonschicht wieder zu erholen.Die größte Sorge bereitet Wissenschaftlern noch das Ozonloch über der Antarktis, das sich im September bildet und mehrere Monate lang eine große Ausdehnung erreicht.

In diesem Jahr sei es laut neuesten Kalkulationen etwa 22 Millionen Quadratkilometer groß, was einem Ozonmasseverlust von 27 Millionen Tonnen entspricht, sagte Wood. Vor einem Jahr lagen die Werte bei 24 Millionen Quadratkilometern und 35 Millionen Tonnen. Die größte Ausdehnung wurde im Jahr 2000 gemessen: 29 Millionen Quadratkilometer und 43 Millionen Tonnen Verlust.

Der Abbau der Ozonschicht hat negative Folgen für Mensch und Umwelt, da mehr UV-Licht auf die Erde gelangt. Dies kann zu Gesundheitsschäden wie Hautkrebs führen.

wbr/dpa

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