"Das Wachstum entspricht im Moment dem des Jahres 2000, als das Loch eine Rekordgröße hatte", sagte Andrew Klekociuk von der Australian Antarctic Devision (AAD). Vor drei Jahren hatte die US-Raumfahrtbehörde Nasa gemeldet, das Ozonloch sei auf 28,3 Millionen Quadratkilometer angewachsen und damit drei Mal so groß wie Australien.
In der Zeit danach schrumpfte das Loch: "Im vergangenen Jahr führten ungewöhnlich hohe Temperaturen zum kleinsten Ozonloch seit 1988", erklärte Klekociuk. Die Wärmephase aber sei nun vorbei. Die Stratosphäre habe sich sechs Wochen früher als üblich abgekühlt. Schon jetzt bedecke das Ozonloch die gesamte Antarktis.
Als erstes sichtbares Zeichen für die Abkühlung meldete die australische Mawson-Forschungsstation das Auftauchen von Wolken in der Stratosphäre, die sich dort nur bei ungewöhnlicher Kälte bilden. Die Wolken bieten durch die Brechung des Lichts bei Sonnenuntergang nicht nur ein spektakuläres Schauspiel, sondern wandeln vom Menschen freigesetztes FCKW durch eine chemische Reaktion in Ozon zerstörende Substanzen um.
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