Verschmutzung: Arktischer Meeresboden wird zur Müllkippe

Auf dem Meeresboden zwischen Grönland und Spitzbergen haben sich gigantische Mengen Müll angesammelt. Die Menge habe sich innerhalb von zehn Jahren verdoppelt, berichten Meeresforscher. Vielen Tieren schadet der Müll, das könnte das gesamte Ökosystem beeinflussen.

Observatorium "Hausgarten": Immer mehr Plastikabfälle am arktischen TiefseebodenZur Großansicht
DPA/ AWI

Observatorium "Hausgarten": Immer mehr Plastikabfälle am arktischen Tiefseeboden

Bremerhaven - Der Rückgang des arktischen Meereises hat auch indirekte Folgen, berichten Forscher: Auf dem Boden der arktischen Tiefsee haben sich größere Mengen von Plastikabfall und anderm Müll angesammelt. Eine am Montag veröffentlichte Studie des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) zeigt, dass inzwischen doppelt so viel Abfall auf dem Meeresgrund liegt wie noch vor zehn Jahren.

Für die Studie untersuchte AWI-Biologin Melanie Bergmann rund 2100 Fotos, die bei Expeditionen mit dem Forschungsschiff Polarstern entstanden. Auf rund einem Prozent der Aufnahmen von 2002 entdeckte Bergmann Müllreste, in erster Linie Plastik; 2011 waren schon auf rund zwei Prozent der Fotos Abfälle zu sehen. Das Aufkommen von Müll rund um das AWI-Tiefsee-Observatorium "Hausgarten" in der östlichen Framstraße ähnele damit bereits jenen Mengen, die in Tiefseegräben nahe Lissabons gefunden wurden, schreiben Bergmann und Kollegen in einer Online-Vorabveröffentlichung des Fachmagazins Marine Pollution Bulletin.

Die Wissenschaftlerin vermutet, dass für den Müll der Rückgang des arktischen Meereises eine große Rolle spielt. Die arktische Meereisdecke verhindere normalerweise, dass Abfälle vom Land aus ins Meer wehten. Zudem versperre es den meisten Schiffen den Weg. Seitdem die Eisdecke jedoch regelmäßig schrumpfe und dünner werde, habe der Schiffsverkehr etwa von Privatyachten und Fischereischiffen stark zugenommen, sagt die Tiefsee-Expertin.

Der Abfall könnte den Angaben zufolge langfristig die Artenzusammensetzung in der Tiefsee verändern: Einige Bodenbewohner vermehrten sich möglicherweise wegen Verletzungen an ihrer Oberfläche langsamer, andere Lebewesen, die sonst keine Lebensgrundlage gefunden hätten, könnten den Müll als Fundament zum Ansiedeln nutzen.

nik/dapd/dpa

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insgesamt 12 Beiträge
nixda 22.10.2012
den Wachstum um jeden Preis brauchen wir doch so sehr. Alles wird zusammenbrechen wenn wir uns und unseren Konsum nicht viral vermehren. Und he, Produkte, die nicht mindestens 2 Zeitzonen entfernt prodziert wurden sind [...]
Zitat von sysopAuf dem Meeresboden zwischen Grönland und Spitzbergen haben sich gigantische Mengen Müll angesammelt. Die Menge habe sich innerhalb von zehn Jahren verdoppelt, berichten Meeresforscher. Vielen Tieren schadet der Müll, das könnte das gesamte Ökosystem beeinflussen. Arktische Tiefsee: Immer mehr Plastikabfälle am Boden warnt AWI - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/arktische-tiefsee-immer-mehr-plastikabfaelle-am-boden-warnt-awi-a-862715.html)
den Wachstum um jeden Preis brauchen wir doch so sehr. Alles wird zusammenbrechen wenn wir uns und unseren Konsum nicht viral vermehren. Und he, Produkte, die nicht mindestens 2 Zeitzonen entfernt prodziert wurden sind doch eh nicht cool.
ronald1952 22.10.2012
daß es in den Weltmeeren jede Menge Plastikmüll gibt. Und, kümmert es wen? Niemanden natürlich, wie denn auch wie sollte man den Kontrollieren wer das Zeug in die Meere schmeißt. Und mal ganz Ehrlich, wir Menschen sind [...]
Zitat von sysopAuf dem Meeresboden zwischen Grönland und Spitzbergen haben sich gigantische Mengen Müll angesammelt. Die Menge habe sich innerhalb von zehn Jahren verdoppelt, berichten Meeresforscher. Vielen Tieren schadet der Müll, das könnte das gesamte Ökosystem beeinflussen. Arktische Tiefsee: Immer mehr Plastikabfälle am Boden warnt AWI - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/arktische-tiefsee-immer-mehr-plastikabfaelle-am-boden-warnt-awi-a-862715.html)
daß es in den Weltmeeren jede Menge Plastikmüll gibt. Und, kümmert es wen? Niemanden natürlich, wie denn auch wie sollte man den Kontrollieren wer das Zeug in die Meere schmeißt. Und mal ganz Ehrlich, wir Menschen sind schnell wenn es darum geht ein Tier als Schädling zu bezeichnen wenn wir angst haben es könnte etwas von unseren Feldern essen.Wieviele Geschöpfe hat die Menschheit im laufe der Zeit als Schädling bezeichnet und Ausgerottet? Die Wahrheit ist, der einzig wirkliche Schädling der existiert ist der Mensch.Egal was wir anfassen, wir machen es Kaputt.Für alle anderen Geschöpfe die hier auf dieser Welt leben, wäre es das beste die Menschheit stirbt aus, noch bevor wir die ganze Erde in Schutt und Asche gelegt haben. Dann haben die anderen wenigstens wieder Lebensquallität und Freiheit. schönen Tag noch,
Airkraft 22.10.2012
"Der Mensch is a Sau!"
"Der Mensch is a Sau!"
günter1934 22.10.2012
Die Zeit deckt alles zu. Auf den Ozeanboden rieselt es ständig und erzeugt so Sedimentschichten, die bis zu 5000 Meter dick sein können. Ozeanboden (http://de.wikipedia.org/wiki/Ozeanboden#Sedimente_der_Ozeanb.C3.B6den)
Zitat von Airkraft"Der Mensch is a Sau!"
Die Zeit deckt alles zu. Auf den Ozeanboden rieselt es ständig und erzeugt so Sedimentschichten, die bis zu 5000 Meter dick sein können. Ozeanboden (http://de.wikipedia.org/wiki/Ozeanboden#Sedimente_der_Ozeanb.C3.B6den)
schwerpunkt 22.10.2012
Mit Ihrer einstellung darf ich Sie bitten, mit gutem Beispiel voranzugehen und sich als "Schädling" dem Kreislauf nachhaltig zu entziehen. Dieses einseitige Geschwätz vom Menschen als Schädling, als Virus nervt [...]
Zitat von ronald1952daß es in den Weltmeeren jede Menge Plastikmüll gibt. Und, kümmert es wen? Niemanden natürlich, wie denn auch wie sollte man den Kontrollieren wer das Zeug in die Meere schmeißt. Und mal ganz Ehrlich, wir Menschen sind schnell wenn es darum geht ein Tier als Schädling zu bezeichnen wenn wir angst haben es könnte etwas von unseren Feldern essen.Wieviele Geschöpfe hat die Menschheit im laufe der Zeit als Schädling bezeichnet und Ausgerottet? Die Wahrheit ist, der einzig wirkliche Schädling der existiert ist der Mensch.Egal was wir anfassen, wir machen es Kaputt.Für alle anderen Geschöpfe die hier auf dieser Welt leben, wäre es das beste die Menschheit stirbt aus, noch bevor wir die ganze Erde in Schutt und Asche gelegt haben. Dann haben die anderen wenigstens wieder Lebensquallität und Freiheit. schönen Tag noch,
Mit Ihrer einstellung darf ich Sie bitten, mit gutem Beispiel voranzugehen und sich als "Schädling" dem Kreislauf nachhaltig zu entziehen. Dieses einseitige Geschwätz vom Menschen als Schädling, als Virus nervt genauso und ist genauso lächerlich wie ehemals die Aussagen über den Menschen als "Krone der Schöpfung". Das derartig immer von einem Extrem ins andere gefallen werden muss? Schädling an was? Für wen? Ja, der Mensch verändert mit seinen Fähigkeiten die Oberfläche dieses Planeten solange es den Menschen als Spezies geben wird. Das wird sich in geologisch sehr kurzer zeit wieder einpendeln, sobald der Mensch von diesem Planeten verschwnden ist. Wenn dann schädigen wir uns als Spezies höchstens selbst, aber selbst das ist nicht in Stein gemeiselt. Und was solche Kommentare angeht, kommt es mir vor wie bei einer Umfrage auf der Suche nach BILD-Leser: jeder steht da natürlich persönlich drüber sowas je zu lesen. Die Leser dieser "Zeitung" tauchen bei solchen Umfragen immer irgendwie temporär in ein Paralleluniversum ab. Was tun Sie persönlich um nicht ein von Ihnen als solcher bezeichneter "Schädling" zu sein?(bitte kommen sie mir jetzt nicht damit dass sie fein säuberlich ihren Müll trennen und bei ALDI nur sogenannte "Bio-Produkte" kaufen)
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  • Montag, 22.10.2012 – 15:46 Uhr
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