Ausstellung in Dresden An der Elbe in die Tiefsee abtauchen

Sie leben in absoluter Dunkelheit und widerstehen einem enormen Wasserdruck: In einer Ausstellung in Dresden zeigt die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung faszinierende Bewohner der Tiefsee und ihren extremen Lebensraum.

Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum / Sven Tränkner

Auge-in-Auge mit den Giganten der Tiefsee. Im Japanischen Palais in Dresden hängen die mehr als sieben Meter großen Modelle eines Pottwals und eines Riesenkalmars von der Decke. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie die beiden Meeresriesen aufeinander losgehen. Analysen des Mageninhalts von Pottwalen haben ergeben, dass die Meeressäuger gerne einen achtarmigen Imbiss zu sich nehmen. Abdrücke von Saugnäpfen auf der Haut der Wale legen nahe, dass sich die Kalmare zur Wehr setzen können.

In der Tiefsee-Ausstellung, die noch bis Mai 2011 im Stadtzentrum von Dresden zu sehen ist, bieten Tiefseeforscher der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung einen umfassenden Einblick in die Geheimnisse der Tiefsee. Die Schau war vorher schon in Frankfurt und Berlin zu sehen, wurde nun aber noch einmal ergänzt.

Zwar gibt es keine lebenden Tiere zu sehen - die Temperatur- und Druckunterschiede zwischen der Tiefsee und der Wasseroberfläche sind einfach zu groß. Dafür können die Besucher zahlreiche detailgetreue und gut inszenierte Exponate bestaunen. Zudem erfahren sie im Rahmen der Ausstellung sowie in zahlreichen Führungen, Vorträgen und Workshops, wie die Wissenschaftler auf den Forschungsschiffen, mit U-Booten und im Labor weltweit arbeiten und wie es gelingt, bei fast jeder Forschungsreise neue Arten zu entdecken.


Die Sonderausstellung "Tiefsee" im Japanischen Palais in Dresden ist Dienstag bis Sonntag geöffnet und läuft bis zum 31. Mai 2011. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro und ermäßigt 3,50 Euro. Vorschulkinder haben freien Eintritt.



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dimetrodon109 10.11.2010
1. Naja... .
Ich kenne diese "tolle" Ausstellung schon vom letzten Jahr aus Berlin. Traurig, da hat in den "Was ist Was" Büchern meiner Jugend schon mehr gestanden. Billige Pappen, dürftige Beschreibungen und immergleiche Bilder (Anglerfische)in dunkler Umgebung; wenig Neues aus der Forschung, dafür 6 Euronen Eintritt? Eine Frechheit was da mit Steuergeldern aufgebaut und einem als "neu" verkauft wird. Das Niveau der Begleittexte kommt nur schwer an Hauptschulansprüche vorbei. Schade ein so interessantes Thema verdient mehr Fachkompetenz.
Dumme Fragen 10.11.2010
2. Re
Zitat von dimetrodon109Ich kenne diese "tolle" Ausstellung schon vom letzten Jahr aus Berlin. Traurig, da hat in den "Was ist Was" Büchern meiner Jugend schon mehr gestanden. Billige Pappen, dürftige Beschreibungen und immergleiche Bilder (Anglerfische)in dunkler Umgebung; wenig Neues aus der Forschung, dafür 6 Euronen Eintritt? Eine Frechheit was da mit Steuergeldern aufgebaut und einem als "neu" verkauft wird. Das Niveau der Begleittexte kommt nur schwer an Hauptschulansprüche vorbei. Schade ein so interessantes Thema verdient mehr Fachkompetenz.
Soweit ich weiß, hat bisher auch noch kein Wissenschaftler herausgefunden, wofür die Tiefseeanglerfische ihre Angel benutzen; jedenfalls wurden sie noch nicht dabei beobachtet, wie sie mit ihrer Biolumineszenz etwas anlocken und es dann fressen. Oder hab ich da eine Publikation übersehen?? Die ganze Zeit so wie eine Fackel dauerleuchtend im Wasser zu schwimmen ist ja auch etwas doof, oder? Jeder der einen fressen möchte, sieht das doch sofort und schwimmt hin. Und alle anderen, die potentiell gefressen werden könnten, sollten doch irgendwann mal aussterben und diejenigen, die nicht hinschwimmen, mit diesem evolutionären Vorteil sich durchsetzen? Oder gibt es da noch ganz viele andere genauso leuchtende Lichtquellen, die als Futter/und/oder Kommunikaitonskanal dienen können und wo der Anglerfisch nur als "Abstauber" in einigen wenigen Fällen "partizipiert"??
Kabe 10.11.2010
3. Immer dieser Druck...
...das mit dem Druck kann ich nicht mehr hören. Wir müssen wir uns gegen den Luftdruck nicht viel mehr wehren wie ein Fisch in 5 km Tiefe. Die Tiere haben halt den gleichen Innendruck, und der resultierende Druck ist damit praktisch Null. Das interessanteste sind noch die durch das unterschiedliche Lösungsverhalten von Gasen unter Druck verursachten physiologischen Anpassungen, aber die Vorstellung des immensen Drucks in der Tiefe ist einfach irreführend. Es schreibt ja auch niemand von explosiven Tiefseefischen...
dimetrodon109 10.11.2010
4. Dumme Antworten
Zitat von Dumme FragenSoweit ich weiß, hat bisher auch noch kein Wissenschaftler herausgefunden, wofür die Tiefseeanglerfische ihre Angel benutzen; jedenfalls wurden sie noch nicht dabei beobachtet, wie sie mit ihrer Biolumineszenz etwas anlocken und es dann fressen. Oder hab ich da eine Publikation übersehen?? Die ganze Zeit so wie eine Fackel dauerleuchtend im Wasser zu schwimmen ist ja auch etwas doof, oder? Jeder der einen fressen möchte, sieht das doch sofort und schwimmt hin. Und alle anderen, die potentiell gefressen werden könnten, sollten doch irgendwann mal aussterben und diejenigen, die nicht hinschwimmen, mit diesem evolutionären Vorteil sich durchsetzen? Oder gibt es da noch ganz viele andere genauso leuchtende Lichtquellen, die als Futter/und/oder Kommunikaitonskanal dienen können und wo der Anglerfisch nur als "Abstauber" in einigen wenigen Fällen "partizipiert"??
[QUOTE=Dumme Fragen;6592237]Soweit ich weiß, hat bisher auch noch kein Wissenschaftler herausgefunden, wofür die Tiefseeanglerfische ihre Angel benutzen; jedenfalls wurden sie noch nicht dabei beobachtet, wie sie mit ihrer Biolumineszenz etwas anlocken und es dann fressen. Oder hab ich da eine Publikation übersehen?? Dies liegt wohl an der Verweildauer der Tauchboote in diesen Tiefen, an mangelnden Geldern und mangelndem Interesse. Nur wenn man immer die gleiche Sau durchs Dorf treibt schaut halt keiner mehr hin. Die Beschreibungen sind für interessiertes Publikum ein Witz und wer sich wirklich für die Tieffseefauna interessiert sollte mal nach Brest ins IFM gehen, dort könnten sich die auch die Macher diesr Ausstellung mal neue Bilder und Exponate besorgen. Dann wären die Steuergelder nicht ganz herausgeworfen.
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