Australien Hobbyforscher findet Zähne von riesigem Urzeithai

Das Tier war zweimal so groß wie ein Weißer Hai und ernährte sich von Walen. An einem Strand in Australien hat ein Fossiliensammler gleich mehrere Zähne eines riesigen Urzeithais entdeckt.

Zahn von Riesenhai
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Zahn von Riesenhai


An einem australischen Strand sind die Zähne eines vor rund 25 Millionen Jahren lebenden Riesenhais gefunden worden. "Diese Zähne sind von internationaler Bedeutung", sagte der Paläontologie-Experte und Kurator Erich Fitzgerald in Melbourne.

Die sieben Zentimeter langen Zähne gehörten demnach zu einem Urzeithai, der mehr als neun Meter lang werden konnte - fast doppelt so groß wie der Weiße Hai. Der Great Jagged Narrow-Toothed Shark (Carcharocles angustidens) lebte im Oligozän im Ozean vor Australien. Er war - ähnlich wie der weiße Hai heute - ein Jäger an der Spitze der Nahrungskette, fraß aber noch deutlich größere Tiere als heute lebende Haie - beispielsweise auch kleinere Wale.

Mehr als 40 weitere Haizähne

Der Hobby-Fossiliensammler Philip Mullaly wanderte an einem Strand rund hundert Kilometer westlich der Stadt Melbourne entlang, als er den prähistorischen Fund machte. "Ich bin auf der Suche nach Fossilien den Strand entlang gelaufen, hab mich umgedreht und ein Glitzern in einem Felsen gesehen", sagte er. Er sei sofort aufgeregt gewesen. "Es war einfach perfekt."

Fossiliensammler Philip Mullaly mit seinem Fund
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Fossiliensammler Philip Mullaly mit seinem Fund

Bei zwei Expeditionen infolge des Funds fand Fitzgeralds Team in der Gegend mehr als 40 weitere Haizähne, von denen die meisten ebenfalls zu dem Riesenhai gehörten.

Einige waren aber auch Zähne von Sechskiemerhaien, die auch heute noch vor der australischen Küste leben und sich von den Überresten von Walen und anderen Meereslebewesen ernähren. Dieser Fund lege nahe, "dass sie so bereits seit mehreren zehn Millionen Jahren leben", sagte der Paläontologe Tim Ziegler von der Museumsorganisation Museums Victoria.

Die Entdeckung ist nach Angaben Fitzgeralds so besonders, weil bislang weltweit nur selten mehrere Zähne eines Hais gefunden worden seien und es sich zudem um den ersten derartigen Fund in Australien handele.

jme/AFP



insgesamt 5 Beiträge
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vulcan 09.08.2018
1.
Interessante Sache - mich wundert ja immer, das solche Überreste derart lange Zeiträume relativ unbeschadet überstehen, um dann irgendwo aufzutauchen. Ansonsten: Wenn ich schon die Überschrift zum Video oben lese ("Killer Haie"), geht mir der Hut hoch. Es gibt keine Killer Haie. Sonst gäbe es auch Killerbären, Killerlöwen, Killer dies und Killer das. Die einzige Spezies, die diese Bezeichnung verdient, sind wir selber. Gerade in Bezug auf Haie - an denen sich der Mensch auf die allerbarbarischste und widerwärtigste Art überhaupt millionenfach vergeht. Wieso Finning und andere Grausamkeiten nicht längst weltweit verboten sind, ist mir ein Rätsel. Aber wahrscheinlich gibt es keine Institution, die den Asiaten und anderen diese Tierquälerei verbietet.
gruebi01 09.08.2018
2. Und mir geht der Hut hoch, wenn ich Ihren Kommentar lese
Zitat von vulcanInteressante Sache - mich wundert ja immer, das solche Überreste derart lange Zeiträume relativ unbeschadet überstehen, um dann irgendwo aufzutauchen. Ansonsten: Wenn ich schon die Überschrift zum Video oben lese ("Killer Haie"), geht mir der Hut hoch. Es gibt keine Killer Haie. Sonst gäbe es auch Killerbären, Killerlöwen, Killer dies und Killer das. Die einzige Spezies, die diese Bezeichnung verdient, sind wir selber. Gerade in Bezug auf Haie - an denen sich der Mensch auf die allerbarbarischste und widerwärtigste Art überhaupt millionenfach vergeht. Wieso Finning und andere Grausamkeiten nicht längst weltweit verboten sind, ist mir ein Rätsel. Aber wahrscheinlich gibt es keine Institution, die den Asiaten und anderen diese Tierquälerei verbietet.
Zwar liegen Sie mit Ihrer Kritik an der reisserischen Bezeichnung für einen großen Raubfisch völlig richtig, aber das macht den Blödsinn mit den "Asiaten und anderen" leider nicht wett. Einmal davon abgesehen, dass von Milliarden Asiaten nur ein kleiner Teil Heifischflossen auf dem Speiseplan hat und ein noch sehr viel kleinerer Teil diese durch Finning herbeischafft, brauchen Sie nicht bis Asien zu schauen, wenn es um Fischfang und Tierquälerei geht. Die Art und Weise wie hierzulande auch heute noch Aale von ihrer Schleimschicht "befreit" werden, ist ebenso Tierquälerei.
permissiveactionlink 09.08.2018
3. gruebi01
Als Biologe kann ich ihnen da leider nicht zustimmen, denn der Forist Vulcan liegt durchaus richtig mit seinem Fingerzeig gen Asien. Nashörner, Elefanten, Tiger, Schuppentiere und, und, und stehen der Extinktion nahe, weil Asiaten gerne Seltenes auf dem Teller haben, und glauben, dass pulverisiertes Nashorn oder Tigerpenis die Potenz steigerten. Prinz Phillip äußerte sich mal ganz passend : "Wenn es vier Beine hat, und kein Stuhl ist, essen es die Kantonesen." Der Natur kann es egal sein, ob Haie durch den Appetit der chinesischen oberen Zehntausend dezimiert werden, oder durch eine Armenspeisung in Shanghai (Wortspiel !). Und es ist ihr auch herzlos egal, wenn Japaner Wale aus "wissenschaftlichen" Gründen zu Hundefutter verwursten, und die meisten Thunfischarten an den Rand der Ausrottung bringen. Das ist Ihnen offenbar auch egal. Aber M I R ist es nicht egal. Die Kritik gegen die Asiaten ist deshalb mehr als angemessen, die gegen das himmelschreiende Unrecht in unserer Massentierhaltung allerdings auch. Wenn Menschen lebenden Haien die Flossenn abschneiden und die noch lebenden Körper wie wertlosen Müll über Bord werfen, dann verdienen sie kein Verständnis, nicht einmal Mitleid !
rudy09.rd 10.08.2018
4. @ permissiveactionlink/vulcan
Muss Ihnen beiden zustimmen. Dies nur am Rande.Einer der groessten Exporteure von shark fins ist Oman.Dort werden jedes Jahr zehntausenden von Haien die Flossen abgeschnitten und nach Asien verkauft.Die "Ueberreste" werden als Fischfutter verarbeitet.
aurichter 12.08.2018
5. @ gruebi01*09.08.2018 #2
Bezeichnend ist jedoch, dass dieser kleine Teil der Asiaten sowohl für das Abschlachten von jährlich - Achtung! - siebzig Millionen = 70.000.000 Haien steht und auch beim Walfang immer noch permanent mit dem wissenschaftlichen Argument kommt, obwohl dies nun mittlerweile seit Jahren widerlegt würde. Es sind Fakten, dass Asiaten, siehe auch das Abschlachtfest in Japan bei Delphinen, für die Beinaheausrottung von etlichen Tierarten stehen. Worüber Sie sich jetzt künstlich aufregen ist mir ehrlich gesagt ein großes Rätsel. Oder haben Sie es nicht so mit aktuellen Informationen? Oder stehen Sie persönlich auf exotische, asiatische Küche mit bspw dieser Plörre genannt Haifischflossen Suppe? Ihre Kritik bzgl des ersten Kommentars ist völlig überflüssig.
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