Belgien Riesiger Finnwal an Nordseeküste gestrandet

Das 18 Meter lange Tier trieb tot im Meer, inzwischen liegt es an einem Strand im Norden Belgiens. Forscher untersuchen, woran der Finnwal gestorben sein könnte.


Der tote Meeressäuger sei am Donnerstagmorgen am Strand der kleinen Gemeinde De Haan im Norden Belgiens angeschwemmt worden, berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga. Experten hatten den 18 Meter langen Finnwal zuvor bereits entdeckt, als er in der Nordsee Richtung Küste getrieben war.

Eine Wal-Strandung in dieser Region ist nach Angaben des Königlichen Instituts für Naturwissenschaften in Belgien ein sehr seltenes Ereignis. Laut Medien wurde ein Finnwal zuletzt vor 21 Jahren an der Küste angeschwemmt. 2013 war ein ähnlich großer Finnwal an der französischen Atlantikküste gestrandet.

Warum das nun in Belgien entdeckte Tier starb, ist unklar. Noch vor Ort begannen Forscher mit der Autopsie. Teile des Wals wurden zur Untersuchung an die Universität in Gent geschickt. Die übrigen Teile und das Skelett sollten anschließend entsorgt werden.

Finnwale gehören wie Blau- oder Grauwale zu den Bartenwalen (Mysticeti) und zählen mit Körperlängen von bis zu 30 Metern zu den größten Tieren der Erde. Die meisten Bartenwale gelten als gefährdet, auch Finnwale sind streng geschützt.

Gestrandeter Finnwal
DPA

Gestrandeter Finnwal

Zu ihrer Verständigung nutzen die Tiere Rufe, die in extrem tiefen Frequenzen über Tausende Kilometer durch die Meere hallen. Das Frequenzspektrum der Walklänge überlappt sich mit der Bandbreite von menschlich verursachtem Unterwasserlärm - vor allem durch den zunehmenden Schiffsverkehr, Bohrinseln, Rammarbeiten für Offshore-Windparks oder militärische Versuche. Dieser zunehmende Lärm stört nach Ansicht vieler Forscher die Kommunikation und auch die Orientierung der Tiere und trägt so auch zu Strandungen von Tieren bei.

hda/AFP/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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Neandiausdemtal 25.10.2018
1. Traurig
Für mich gehören tote Großwale zu den traurigsten Anblicken überhaupt. Die wahre (bisherige) Krone der Schöpfung.
ansv 25.10.2018
2.
Auch Wale leben nicht ewig. Interessant, dass man auf diesen Beitrag erschrocken reagiert während weiter oben ein Video, in dem Haie sich an einem Walkadaver gütlich tun, einen großen Unterhaltungswert zu haben scheint.
Neandiausdemtal 25.10.2018
3. Nicht ewig
Das ist klar, nichts währt ewig. Und gegen den natürlichen Lauf der Dinge ist auch nichts zu sagen. Aber wer den Artikel zu Ende liest, weiß wo der Hase im Pfeffer liegt und warum Wale häufig stranden.
hansriedl 26.10.2018
4. Riesiger Finnwal
Man sollte diesen Wal den Japanern übergeben, die Forschen schon seit Jahrzehnten. Mit der Begründung" Forschung" fangen die Fischfresser die Meere leer.
ansv 27.10.2018
5.
Zitat von NeandiausdemtalDas ist klar, nichts währt ewig. Und gegen den natürlichen Lauf der Dinge ist auch nichts zu sagen. Aber wer den Artikel zu Ende liest, weiß wo der Hase im Pfeffer liegt und warum Wale häufig stranden.
Vielleicht habe ich einen anderen Artikel gelesen? Natürlich wurden hier mutmaßliche Ursachen für den Orientierungsverlust genannt - aber können diese hier überhaupt zutreffen? Das steht hier nicht. Und das "häufig" kann ich in dem genannten Abstand von 20 Jahren jetzt auch nicht erkennnen.
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