Feinstaubbelastung Deutsche Umwelthilfe droht mit Klage gegen Silvesterknallerei

Die Deutsche Umwelthilfe will wegen hoher Feinstaubbelastung ein Böllerverbot in Großstädten durchsetzen. Dazu prüft sie nun offenbar die Möglichkeiten einer Klage vor Gericht.

Feuerwerk an Silvester in Leipzig
Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Feuerwerk an Silvester in Leipzig


Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will ein Böllerverbot in deutschen Großstädten mit hoher Feinstaubbelastung durchsetzen und dazu notfalls auch vor Gericht ziehen. "Wir werden den politischen Druck erhöhen", sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch der "Berliner Zeitung".

Demnach sollen alle Möglichkeiten einer Klage geprüft werden. "Das wäre jedoch das letzte Mittel der Auseinandersetzung", sagte Resch. "Am liebsten wäre uns, wir könnten uns möglichst schnell außergerichtlich mit den Kommunen einigen."

Feinstaubwerte um ein Uhr am 1. Januar (Messungen gibt es nur an den Punkten, die Werte in den übrigen Regionen wurden davon abgeleitet.)
Umweltbundesamt

Feinstaubwerte um ein Uhr am 1. Januar (Messungen gibt es nur an den Punkten, die Werte in den übrigen Regionen wurden davon abgeleitet.)

Umweltschützer warnen schon lange vor der hohen Feinstaubbelastung durch die Silvesterknallerei. Viele Kommunen haben das private Böllern in den Innenstädten bereits untersagt. (Lesen Sie hier einen Kommentar zum Thema.)

Die Deutsche Umwelthilfe spielt in der Dieselkrise eine große Rolle, sie hat mit Klagen eine ganze Reihe von Fahrverbotszonen für ältere Dieselautos in Großstädten erwirkt. Solche Verbotszonen soll es nun auch für Raketen und Böller in der Silvesternacht geben.

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Die DUH forderte Kommunen mit hoher Luftbelastung auf, zentrale und professionell gestaltete Feuerwerke außerhalb dieser mit Feinstaub belasteten Zonen zu veranstalten, am besten am Stadtrand. "Ein öffentliches Feuerwerk oder eine professionelle Pyro-Show sind dabei nicht nur sicherer. Diese belasten auch die Umwelt weniger, da hier meist andere Feuerwerksbatterien zum Einsatz kommen", sagte Resch.

cop/dpa-AFX



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