Knallerei an Silvester Tiere in Panik

Böller und Raketen zu Silvester haben Folgen für Tiere: Sie geraten in Panik, manche in Lebensgefahr.

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Tiere haben keinen Spaß an Feuerwerk und Knallerei, im Gegenteil: Wenn es zum Jahreswechsel knallt und stinkt, bedeute dies für sie Stress, sagte Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung.

"Der Krach ist für viele Tiere belastend, weil sie ein viel besseres Gehör haben als wir Menschen." Bei vielen Vierbeinern löse die Knallerei sogar Panik aus, auch bei Haustieren wie Hunden und Katzen.

Besonders betroffen sind demnach Wildtiere, die in der Stadt leben, zum Beispiel Enten auf Gewässern oder Tauben im Park. "Aber auch Gänse, die auf einem Dorfteich schwimmen", sagte Kinser. "Wird in ihrer unmittelbaren Nähe geknallt, schrecken sie auf und fliegen teilweise panisch weg, um sich einen neuen Unterschlupf zu suchen in Bereichen, in denen weniger geknallt wird."

Nach dem Sprengstoffgesetz und der Sprengstoffverordnung ist es grundsätzlich verboten, Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern sowie Kinder- und Altersheimen abzubrennen. Außerdem verbietet ein bundesweites Gesetz seit 2009 das Zünden von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Fachwerk- und reetgedeckten Häusern.

Tödliche Gefahr

In diesem Jahr ist es dem Experten zufolge für die Tiere weniger gravierend, wenn sie von der Knallerei aufgeschreckt werden. Grund dafür sei das milde Wetter, erklärte Kinser. Würden Spatz, Amsel und andere Gartenvögel im kalten Winter mit tiefen Minusgraden und verharschtem Schnee aufgescheucht, verbrauchten sie mehr Energie.

Dies könne tödlich für sie enden. Andere Stadtbewohner wie Kaninchen verziehen sich einfach in ihre unterirdischen Bauten.

Und was ist mit Hirschen, Rehen und Bibern? "Wenn Wildtiere in Regionen leben, in denen sie üblicherweise vorkommen, haben sie keine großen Probleme", berichtete Kinser. "Die Silvesterknallerei kommt in den Wäldern nicht wirklich an. Man hört das Donnergrollen in der Ferne, das ist für sie aber wie ein Gewitter, nichts, wovor sie panische Angst haben müssten."

Feuerwerkskörper dürfen drei Tage vor der Silvesternacht gekauft und nur am 31. Dezember und am 1. Januar abgebrannt werden. Städte und Gemeinden können die Zeit für die Knallerei weiter einschränken.

boj/dpa

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insgesamt 25 Beiträge
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Pierre30 29.12.2017
1. Händels Feuerwerksmusik
und das dazu gehörende Spektakel waren ein sanftes (und ungefährliches) Wiegenlied, verglichen mit dem kriminellen Gekrache von Millionen schwachsinniger Deutscher heutzutage.
Ingeborg52 29.12.2017
2. furchtbar
Diese dämliche Knallerei gehört verboten: Feinstaubbelastung, völlig verschreckte Tiere und auch Menschen. hunderte Verletzungen und Millionen raus- geschmissenes Geld, was man spenden könnte. Ich verstehe nicht, dass dieser Quatsch nicht verboten wird.
Vex 29.12.2017
3. endlich verbieten
Da muss endlich ein Verbot her ... vor allem Böller haben ausser Lärmbelästigung ja überhaupt keine andere Wirkung. Wenn jede Stadt/Gemeinde ein professionelles Feuerwerk machen würde wäre das absolut ausreichend und man könnte der privaten Verkauf und Gebrauch komplett verbieten.
dasfred 29.12.2017
4. Ich kann nicht klagen
In den letzten zwanzig Jahren hat die Knallerei in meiner Umgebung stark nachgelassen. Die Müllhaufen am Neujahrsmorgen sind auf einige wenige geschrumpft, die Wochen vor Sylvester sind schon fast unnatürlich ruhig. Die modernen Batterie Feuerwerke haben sicher dazu beigetragen. Für das gleiche Geld einige kurze Effekte, statt hunderter Einzelböller. Natürlich laufen immer noch vereinzelt Jugendliche rum, die unbedingt rumböllern müssen, aber gefühlt sind es bedeutend weniger als früher. Lasst den Menschen ihrer Sylvesterspaß. Meine Haustiere, Hund, Katzen hatten übrigens in der Wohnung nie Stress mit der Knallerei, meinem Hund waren sogar die Böller draußen in nächster Nähe egal.
weltraumschrott 29.12.2017
5. Es gibt vier Dinge, die man dem Deutschen nicht nehmen darf:
Das sind 1. sein Auto, 2. sein Bier, 3. seinen Grill und 4. seine Böllerei zu Silvester...
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