Mehr Trinkbrunnen Plastikflaschen sollen aus EU-Parlament verbannt werden

Etwa eine Million Einwegflaschen verbrauchen EU-Parlamentarier pro Jahr. Damit ist nun offenbar Schluss. Stattdessen sollen sie aus Glasflaschen oder Brunnen trinken.

Einwegflaschen
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Beim Kampf gegen Plastikmüll will das Europaparlament mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu sollen Wasserflaschen aus Plastik künftig aus den Räumen der EU-Volksvertretung verbannt werden, wie das Präsidium am Montagabend beschloss.

"Die neuen Auflagen gelten ab Sommer kommenden Jahres", sagte die finnische Grüne Heidi Hautala, die zu den 14 Vizepräsidenten des Parlaments gehört. Demnach laufen nach der Europawahl im Mai die Verträge mit den bisherigen Lieferanten aus. Für die nächste Legislaturperiode würden neue Verträge ausgehandelt, sagte Hautala.

Etwa eine Million Wasserflaschen werden an den drei Arbeitsorten des Europaparlaments in Brüssel, Straßburg und Luxemburg jedes Jahr verteilt - bei Sitzungen von Fraktionen und Ausschüssen oder anderen offiziellen Meetings. Die Kosten dafür beziffert die Verwaltung auf 1,8 Millionen Euro.

Hinzu kommen Einweg-Plastikflaschen, die in den diversen Cafeterien, Restaurants und Bars an Abgeordnete, Mitarbeiter und Besucher verkauft werden. Auch diese sollen künftig weichen.

Stattdessen sollen mehr Trinkbrunnen aufgestellt und Plastikbecher durch mehrfach verwendbare Behälter ersetzt werden. Ziel sei es, die Verwendung von Einwegflaschen und -behältern im Parlament "komplett zu stoppen", sagte Hautala.

Die EU-Kommission hatte im Mai eine umfassende Strategie zur Verringerung des Plastikmülls vorgeschlagen. Sie sieht unter anderem ein Verbot von Trinkhalmen und Einweggeschirr in der Europäischen Union vor sowie Recyclingquoten für Plastikflaschen. Demnach sollen Einwegplastikflaschen bis 2025 zu 90 Prozent recycelt werden, etwa über Pfandsysteme.

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